30. April 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Arbeit ist kein Urlaub

Foto: pixabay

Mit einem offiziell arbeitsfreien Tag wird die Arbeit gefeiert. Der „Mai-Feiertag“ hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Am Anfang standen harte Streiktage im Kampf um den Acht-Stunden-Arbeitstag. Heute ist es ein willkommener Feiertag im Frühling. Wunderbar, denn Arbeit ist oft Mühe und eben kein Urlaub. Nachdem die Menschen das Paradies verlassen mussten, wurde Beschäftigung zur Plage.

In der Tat, selbst der Traumjob kann zum Albtraum werden. Dennoch dient Arbeit dem Broterwerb. Der Apostel Paulus war in Gottes Auftrag unterwegs, und arbeitete für „Gotteslohn“, also ohne Gehalt. Seinen Unterhalt verdiente er sich durch praktische Arbeit. Er war Zeltmacher.

Von daher schreibt er den Christen in Thessaloniki: „Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie in dem Herrn Jesus Christus, dass sie still ihrer Arbeit nachgehen und ihr eigenes Brot essen.“ (2. Thess. 3,10f).

Das ist eine klare Ansage. Zugleich wird in der Bibel betont, dass Armen und Kranken, Witwen und Waisengeholfen werden soll. Nächstenliebe, die Fürsorge für Bedürftige auch über die eigenen Kreise hinaus war ein Zeichen der christlichen Gemeinden von Anfang an.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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