12. Juni 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Der Blick zum Regenbogen

Foto: Gerd Zeuner

Das Gewitter hat sich endlich verzogen. Vor schwarzen Wolken erscheint ein schillernder Bogen. Wunderbar wölbt er sich über die Erde. Das Sonnenlicht bricht sich in alle Farben. Seit alter Zeit gilt der Regenbogen als Zeichen des Friedens. Er erinnert an das Ende der Sintflut. Die Bibel erzählt von dieser todbringenden Flut. Eine boshafte Menschengeneration ging unter. Die Tat eines heiligen Gottes. Doch dieser Gott wendet sich nach der Flut den Menschen neu zu. Seinen Kriegsbogen legt er aus der Hand und hängt ihn sichtbar in die Wolken: „Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.“ (1. Mose 9).

Der Regenbogen verkündet Frieden und zeigt das Fortleben der Menschheit: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ Die Schöpfung geht ihren Gang. Die Schuld der Menschen soll nie wieder mit einer weltweiten Todesflut heimgesucht werden. Der lebendige Gott schenkt uns das Leben, jeden Tag neu. Gerade dann, wenn es dunkel wird im Alltag, Katastrophen und Krankheiten drohen, hilft der Blick nach oben zum Regenbogen. Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ Dieses Licht strahlt auch an Regentagen und in Krisenzeiten.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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