19. Juni 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Wurzelecht zum guten Baum

Foto: pixabay.de

Mein Freund, der Baum ist tot“, trauerte Sängerin Alexandra. „Alt wie ein Baum möchte ich werden“, das wünschte sich die Pop-Gruppe „Puhdys“. Warum haben wir Menschen ein Herz für Bäume? Was verbindet uns so mit dem Baum? Da stand ein Baum der Erkenntnis im Paradies, ein Lindenbaum am Brunnen vor dem Tore.

Dunkle Tannen, weiße Birken, deutsche Eichen – an Bäumen fehlt es den Dichtern nicht. Der deutsche Beamte nennt solche Gewächse sprachvollendet „raumübergreifendes Großgrün“, aber seiner Frau gegenüber wird auch er vom „Baum“ im Garten sprechen. Die Bibel vergleicht gern das Leben des Menschen mit dem Baum. In den Weisheitsschriften heißt es:

„An den Früchten merkt man, wie der Baum gepflegt ist; ebenso merkt man an der Rede, was das Herz denkt. Du sollst niemand loben, bevor du ihn gehört hast; denn an der Rede erkennt man den Menschen.“ (Sirach 27,7-8).

Ein schlechter Haarschnitt wächst sich nach Wochen wieder aus; ein falscher Baumschnitt wird noch nach Jahren Probleme bringen. Unser Reden ist ein Spiegel der Seele. Alle Äußerungen lassen erkennen, was innen im Herzen steckt. Pflegen wir unser Gewissen und prüfen wir unser Gerede! Ein guter Prüfstein ist die Bibel. Jesus will uns von Hass und Neid befreien. Sein Wort will Hilfe geben, damit faule Früchte wie Lügen und Verleumdungen nicht wachsen. Er will uns wurzelecht zum guten Baum machen.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

 

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