Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
9. Oktober 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Ein Geschenk vom Himmel

Foto: pixabay

In diesen Wochen finden wir sie in der Obstabteilung vieler Geschäfte: Granatäpfel. Meist von leuchtender Farbe sind sie dennoch nicht einfach zum Anbeißen. Ihren Schatz bergen die Früchte im Innern. Es sind die Kerne. Dunkelrot und fruchtig im Geschmack ver­feinern sie Salate und Süßspeisen. Der Granatapfel gilt seit alter Zeit als besonderes Geschenk vom Himmel. Der Granatapfel findet sich in ­biblischen Liebesgedichten ebenso wie im Schmuck von Königen. Er ist ein Zeichen für Schönheit, Pracht und ­Frische.

In der jüdischen Tradition zählt er zu den sieben Früchten, mit denen das heilige Land gesegnet ist. Juden feiern in diesen Tagen hohe ­Feste, angefangen kürzlich mit dem Neujahr 5781 und dem Laubhüttenfest „Sukkot“. Dabei geht es auch um den Dank für die Ernte.

„Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Weizen, ­Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind; ein Land darin Ölbäume und Honig wachsen; ein Land, da du Brot genug zu essen hast. … Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, ­loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.“ ( 5. Mose 8,8).

Ist der Erntemonat Oktober im christlichen Kalender nicht auch eine Gelegenheit aufzuzählen, was in diesem Jahr an guten Gaben ins Leben ­gekommen ist. Noch mehr als das Brot aus der Erde und die Früchte der Bäume – oder?

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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