Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
4. Dezember 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Adventslied

Foto: Pixabay

Mit dem Licht der Advents­kerzen wächst die Vorfreude auf das Christfest. Ein ­Adventslied klingt in diese Zeit: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Es stammt von Pfarrer Georg Weissel, der 1635 in Königsberg / Ostpreußen starb und nur wenige Lieder hinterlassen hat. Dieses aber wurde zu Hymne der Adventszeit. Der Text bezieht sich auf Psalm 24: „Macht die Tore weit und Türen in der Welt hoch, damit der König der Ehre einziehe.“

Gemeint ist der Schöpfer der Welt und Herr der Geschichte, der in der Pracht eines Herrschers in Jerusalem einzieht. Christen warten im Advent nicht nur auf das Kind in der Krippe, sondern auf den Herrn und Richter der Welt, auf die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit. In den Kirchen des Ostens ist die Zeit bis Weihnachten eine Fastenzeit. Es sind Tage der Stille und ­Besinnung. Jesus kommt wieder. Die Bibel schreibt vom letzten Gericht, vor dem sich alle Menschen verantworten müssen.

Diese Nachricht muss nicht erschrecken, denn der letzte Richter ist zugleich der Retter der Welt. Er ist unser Helfer und Heiland. Darum dichtete Weissel:„O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spät.“

Gesegnete Zeit.

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