Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
11. Dezember 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Die Adventskerzen leuchten

Foto: Pixabay

Die Adventswochen und Weihnachtstage sind Lichtzeiten. Die dunkle Jahreszeit bringt uns lange Nächte und legt sich für manche finster auf die Seele. Da hilft Licht. Schon in alter Zeit zündeten die Menschen Fackeln und Freudenfeuer an, feierten in den dunklen Wochen Licht­feste und Sonnenwende. Brennende Holzhaufen und fliegende Funkengarben nahmen dem Dunkel die Angst. In den Stuben wurden Talg­lichter angezündet.

Heute haben wir allerorten elektrische Beleuchtung. In diesen Wochen werden viele zusätzlich Lichtleisten und Lampenketten leuchten lassen. Manche Häuser und ­Straßen sind in Lichtglanz ­gekleidet. Freilich, auch tausend Mal tausend Lampen können uns nicht jenes ­Lebenslicht geben, das im Herzen leuchtet. Der alt ­gewordene König David ­bekennt: „Ja, du, Herr, bist ­meine Leuchte; der Herr macht meine Finsternis licht.“ (2. Samuel 22,29).

David war keine Lichtgestalt auf dem Thron und kein Glaubensheld. Das erzählt die ­Bibel. Aber er war ein Mann, der gerade in dunklen Lebensphasen Gottes Nähe suchte. Als ihn Schuld nach unten drückte, blickte er auf zu Gott. Bis zur Stunde bekennen Menschen, dass sie in Not­zeiten und Lebenskrisen, im ­Alter und in Einsamkeit die Hilfe Gottes erlebten. Er setzt sein Licht gegen alle Dunkelheit. Gott kam selbst zur Welt. Adventskerzen leuchten schon in die Weihnacht. Eine gute Nachricht in dieser Zeit.

Gesegnete Zeit.

Auch interessant