Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
18. Dezember 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Adventsstern

Foto: Pixabay

Wohin das Auge schaut: ­Sterne. Seit Wochen stimmen uns Papiersterne, Stroh­sterne, Zimtsterne und Leuchtsterne auf Weihnachten ein. Kenner schätzen den „Herrnhuter Stern“, der vor über 160 Jahren erstmals ­Gestalt erhielt. Dessen ebenmäßig mathematisch präzise Form mit insgesamt 25 Zacken schuf ein Lehrer der „Herrnhuter Brüdergemeine“ in der Oberlausitz. Heute leuchtet ein solcher Stern in vielen Wohnungen und grüßt von manchem Kirchturm.

Als Symbol für den Stern aus der biblischen Weihnachtsgeschichte verkündet er mit seinem sanften Licht die christliche Botschaft der Hoffnung. „Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, ­siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der ­Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn ­anzubeten.“ (Matthäus 2,2). Wir brauchen heute nicht den Blick auf die Sterne, sondern können es in der Bibel lesen: „Christ, der Retter ist da.“

Der Allmächtige erscheint unter uns ohnmächtig wie ein Neugeborenes in Windeln. Jahre später wird das Kind in der Krippe als Gekreuzigter enden. Noch mehr: Weihnachten wird uns Ostern geschenkt. Geburt, Tod und Auferstehung gehören zusammen. Und so ­beginnt inmitten der alten Welt Gottes neue Welt, auch heute und hier. Das ist eine Sternstunde der Menschheit, die alles ändert.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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