Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
15. Januar 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Lebenskraft

Foto: pixabay.de

Noch ist das neue Jahr neu. Doch erste Schritte in die neue Zeit sind gegangen. Dichter sehen unser Leben oft als einen Weg im Auf und Ab der Zeit. Nichts bleibt, wie es war; keiner bleibt, wo er ist. Welt im Wandel und auf der Suche.

Das gilt für jeden Menschen unabhängig vom Glauben. Doch gerade Glaube bringt uns voran und lässt uns nächste Schritte wagen. Anders gesagt: Das „Prinzip Hoffnung“ ist die Lebenskraft. Wer keine Hoffnung hat, gibt sich auf und geht ein. Dieses Prinzip hat der Philosoph Ernst Bloch beschrieben, als Atheist ohne Gott und doch: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.“

Die Bibel sagt es so: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebr. 13,14). Hier verbinden sich Sehnsucht und Hoffnung auf neue Wege und bessere Zeiten. Im Vertrauen auf Jesus Christus finden Glaubende die Kraft zum Aufbruch. Sie leben in der Nachfolge des Gekreuzigten und Auferstandenen. Sie gehen einer Zukunft entgegen, einer himmlischen Stadt, die Gott bauen wird. Das war und ist ein Trost in Zeiten der Anfechtung. Das ist die Hoffnung auf Gottes neue Welt ohne Tränen, Trauer und Tod. Das ist die Antriebskraft, mit Gottes Hilfe die heutige Welt auf das Morgen hin zu gestalten. Darum folgt der Hinweis: „Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ (Hebr. 13,16). Der Glaube an Jesus Christus will uns zum Aufbruch beflügeln, zu einem Neustart am Anfang des neuen Jahres.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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