10. Juli 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Bittet, so wird euch gegeben

Foto: Pixabay

„Not lehrt beten.“ Eine Volksweisheit und eine Erfahrung bei Krankheiten und ­Katastrophen. Nach schweren Terrorattacken oder schlimmen Unfällen sind Gottesdienste und Gebete vielen eine Hilfe. Es sind ­Momente zum Innehalten und zum Innewerden menschlicher Ohnmacht. ­

Woher kommen nun Trost und Kraft? Jesus sagt in einer Predigt: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist ein Mensch unter euch, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder der ihm, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer ­Vater im Himmel Gutes ­geben denen, die ihn bitten!“ (Matthäus 7,7-11).

Menschen, auch fremde Menschen, helfen nach Überflutungen oder Stürmen. In den vergangenen Wochen war das oft zu sehen. Not fördert Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Geld oder Sachspenden helfen, wo ­alles Hab und Gut verloren ist. Nachbarn kochen für Nachbarn, versorgen die ­Leute von Feuerwehr und Hilfswerken. Wer würde ­Steine geben, wenn Brot und Bockwurst gebraucht werden? Wie viel mehr wird Gott geben, sagt Jesus. Bittet! ­Betet in der Not und jenseits aller Nöte! Nicht all unsere Wünsche werden erfüllt, aber jedes Gebet wird ­erhört. Das bekennen Menschen, die Gottes Hilfe erfahren haben.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

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