30. Juli 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Sportsgeist

Foto: G. Zeuner

Schneller, höher, weiter. Sie schwimmen, springen, laufen. Andere rudern, werfen, gehen. Neben Einzelentscheidungen bestimmen Mannschaftssportarten die Olympischen Spiele.

Zwei Wochen Kämpfe um Gold, Silber und Bronze in Japan unter Corona-Einschränkungen. Strenge Regeln, leere Zuschauer­ränge, laute Proteste. Jenseits von fairem Sportsgeist bestimmen auch Skandale um Doping und Marketing das gesamte Sportgeschehen. Kriminelle Machenschaften haben vielfach den Sport verdunkelt. Stichworte wie rabiate Wettmafia, ­unlautere Werbeverträge und seelischer Burnout ­machen die Runde. Manches sieht eher nach Trauerspiel aus als nach fröhlichem ­Ringen um den Sieg. Und doch: Echter Sportsgeist wird in der Bibel sogar als Vorbild für den Glauben beschrieben.

„Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn ­erlangt. Jeder aber, der kämpft, enthält sich aller Dinge; jene nun, damit sie einen vergänglichen Kranz empfangen, wir aber einen unvergänglichen.“ (1. Kor 9,24-25).

Der Apostel Paulus schreibt dies in einem Brief an die Christen in der Stadt Korinth. Er macht sich Gedanken über seinen Lebenslauf als Christus-Nachfolger. Im Glauben hat er schon alles erreicht: Rettung und ein neues Leben durch Gottes Güte. Doch nun will er als Christ leben: Wie ein Sportler mit ganzem ­Einsatz. So sieht er sich als Läufer mit einem Ziel vor den Augen. Was hindert den Glauben und unseren Lebenslauf?

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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