20. August 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Der Tag beginnt mit Luthers Morgensegen

Martin Luther (Foto: Pixabay)

Kennen Sie das auch? Einen festen Ablauf zum Start in den Tag. Viele haben ein morgendliches Ritual ent­wickelt, ich auch. Die erste Tasse Kaffee, der Blick in die Tageszeitung, die 5-Uhr-Nachrichten im Radio und der Gang ins Bad. Alles im Laufe der Zeit angewöhnt.

Zuvor, noch auf der Bett­kante, beginnt bei mir der Tag mit Luthers Morgen­segen: „Das walte Gott ­Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch ­behüten vor Sünden und ­allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.“

Nicht Sorgen, nicht anstehende Aufgaben und Belastungen sind die ersten ­Gedanken, sondern der Dank für die Nacht und die Bitte für den Tag. Damit sind nicht alle Probleme geklärt und die Arbeit erledigt, aber alles wird bewusst in Gottes Hand gelegt. Das Leben wird seiner Güte anvertraut; Gottes Schutz und Segen.
Segen ist die entscheidende Zugabe für unser Leben, die wir selber nicht machen und kaufen können. Noch mehr: Mit seinem Segen (aus dem Lateinischen „Signum“ Zeichen, Siegel entlehnt) setzt Gott sein Zeichen der gnädigen Zuwendung. „Ist Gott für uns, wer kann gegen uns sein?“ (Römer 8,31). Das ist keine Frage, sondern eine feste Zusage.

Gesegnete Zeit.

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