24. September 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Wahltag – alle Tage

Symbolbild: Pixabay

Deutschland wählt. Genauer: Das Volk wählt Abgeordnete für den Bundestag. Es ist unser Recht, bestimmte Personen und Parteien zu wählen. Über dreißig Gruppierungen stehen auf der Liste. Da sollte für jeden im Wahlvolk eine passende Richtung zu finden und zu wählen sein. Und: Jede Stimme zählt. Es gibt reichlich Alternativen.

Die hatten auch Josua und das Volk Israel. Nach Jahrzehnten in der Wüste ­kamen sie ins gelobte Land, in ein Land von „Milch und Honig“. Die neue Zeit und das neue Land stellten das Volk vor neue Fragen. Wie geht es weiter? Welchem Gott können wir glauben? ­Josua erklärte auf einem Landtag:„So wählt euch ­heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure ­Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem HERRN dienen. Da antwor­tete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen und ­andern Göttern dienen! Denn der HERR, unser Gott, hat uns und unsere Väter aus Ägyptenland geführt, aus der Knechtschaft.“ (Josua 24,15-17a).

Josua und viele andere entschieden sich für den Gott, der das Volk in die Freiheit geführt hat. Glaubensfragen sind sehr persönliche Entscheidungen. Der Gott der Bibel lädt uns ein, seinem Wort zu glauben. Seine ­Gebote fördern das Leben. Er bringt uns auch durch die Wüsten des Lebens und manche Durststrecken. Die alte Frage stellt sich immer neu: Woran richte ich mein Leben aus? So gesehen ist alle Tage Wahltag.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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