29. März 2018
Thüringer Vogtland

Buckelapotheker, „garniert“ mit Kräutern des Vogtlandes

Sonderschau im Unteren Schloss zu Greiz

Den Buckelapothekern, die in früheren Zeiten Tinkturen und Heilmittel in Städte und ländlichen Gegenden brachten, ist die aktuelle Sonderausstellung im Unteren Schloss zu Greiz gewidmet. „Garniert“ wird diese Sonderschau mit Kräutern aus dem Vogtland.

„Das Erbe der Buckelapotheker – Kräuter aus dem Vogtland“ heißt die Sonderausstellung, die zum Greizer Ostermarkt eröffnet wurde und bis zum 12. August 2018 zu sehen ist. 

Fünf Jahrhunderte lang vertrieben durch Europa wandernde Buckelapotheker in der Bevölkerung so genannte Olitäten, also Naturheilmittel. Sie wurden Buckelkrämer genannt, weil sie ihrem Rücken, also dem Buckel, ein großes Gestell trugen, indem sie Krüge, Flaschen und Schachteln mit Heilmitteln von Ort zu Ort trugen. Die Tinkturen hatten sie in der Regel selbst angefertigt, wobei sie auf vorwiegend auf heimische Kräuter zurückgriffen. Deshalb zeigt die Ausstellung neben Arbeitsmitteln der mittelalterlichen Apotheker auch eine große Auswahl an Kräutern vor, wie sie im Vogtland zu finden sind. 

Bei der Zusammenstellung der Exponate wurde das Greizer Museum von den Kräuterfrauen Cornelia Seidel aus Greiz und Elisabeth Ruckdeschel aus Gefrees. Sie trugen mit ihrem Wissen auch dazu bei, dass die Ausstellung fundierte Informationen über Kräuter und Naturheilmittel überaus anschaulich präsentiert. Besucher nehmen garantiert neue Erkenntnisse mit nach Hause und erfahren beispielsweise auch, dass die Mittel aus der Natur nicht nur zu Heilungszwecken verwendet wurden, sondern schon immer auch für Schönheit und Wohlbefinden.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen zu Ausstellung: Das Erbe der Buckelapotheker.

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