29. April 2017
Thüringer Vogtland

CDU-Ortsverband tagt in Pahren und regt Diskussion um Zukunft der Stadt Zeulenroda-Triebes an

Die desaströse finanzielle Lage der Stadt Zeulenroda-Triebes war das bestimmende Thema am Donnerstagabend im Pahrener Vereinsheim. Dort fand die jüngste Sitzung des CDU-Ortsverbandes Zeulenroda-Triebes statt. „Es kann doch nicht sein, dass seit 2015 klar ist, dass die Stadt ein Haushaltssicherungskonzept benötigt, und die Verwaltung liegt dieses erst im März 2017 vor“, zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende und Stadtratsmitglied Nils Hammerschmidt verständnislos. Wie die Stellungnahme der Kommunalaufsicht außerdem gezeigt habe, hätten die CDU-Stadtratsabgeordneten völlig richtig damit gelegen, zunächst nicht für das dann noch immer unzureichende Konzept zu stimmen.

Insgesamt, so die einhellige Meinung der Anwesenden, werde die Finanzpolitik der Stadt kritisch gesehen. „Die Verwaltung, das steht fest, muss auch an sich selbst sparen. Das ging aus dem bisherigen Haushaltsentwurf nicht hervor“, argumentierte der Ortsverbandsvorsitzende Volker Emde und verwies auf sechs Anträge, die die CDU-Stadtratsfraktion in der kommenden Sitzung des Gremiums am 17. Mai einbringen wird. Diese beschäftigten sich unter anderem mit der Forderung nach einer Überarbeitung des Haushaltssicherungskonzeptes und einer Fristsetzung für die Vorlage des Haushaltsentwurfs für 2018, der auch ein Personalentwicklungskonzept aufweisen müsse.

Unabhängig von der finanziellen Situation der Stadt war Credo des Abends in Pahren, dass es schnellstmöglich eine sachliche Diskussion darüber geben müsse, wie Zeulenroda-Triebes in Zukunft aussehen soll. „Welche Stadt wollen wir in zehn Jahren vorfinden? Was muss vorgehalten werden, damit junge Leute hier bleiben und der Standort auch für Handwerker und Gewerbetreibende attraktiv bleibt?“, fragte Emde und stellte klar, dass es sich dabei um mehr als ein Stadtentwicklungskonzept handeln müsse. Selbiger Fokus müsse im Übrigen auch auf die Ortsteile gerichtet werden. Wenngleich es in Pahren vergleichsweise viel Gewerbe und Nachwuchs in dem 340-Seelen-Ort gebe, so bekräftigte Ortssprecher Frieder Blaufuß, müssten auch hier mehr Anreize dafür gesetzt werden, dass sich junge Menschen öfter für ein Leben auf dem Dorf entscheiden.

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