„Der stumme Hirte“ - Arnsgrüner Krippenspiel mit Tiefgang - meinanzeiger.de
27. Dezember 2019
Thüringer Vogtland

„Der stumme Hirte“ – Arnsgrüner Krippenspiel mit Tiefgang

„Heiligabend ist ein besonderer Tag, eine besondere Stimmung. Hoffnung keimt auf. Gott kommt in die Welt. Auch Sie sind heute in die Kirche gekommen, um zu sehen, zu hören, zu erahnen, was damals geschah und das Geheimnis der Heiligen Nacht zu erfahren“, spricht Pfarrer Gunnar Peukert zu den zahlreichen Gottesdienstbesuchern am Heiligabend in der Arnsgrüner Kirche. Und nachdem er die Weihnachtsgeschichte verlesen hatte, folgte das Krippenspiel in neun Szenen. Die Christenlehrekinder hatten unter Anleitung von Gemeindekirchenrat Oliver Rohleder das Stück vom „stummen Hirten“ einstudiert und bravourös zur Aufführung gebracht. Der stumme Hirte Florian hatte dabei am Anfang wenig Text, glaubte nicht an die verkitschte Geschichte vor 2000 Jahren in einer Krippe im Stall und spielte eigentlich nur mit, weil der Pfarrer es wollte. Bis die Engel auf dem Feld zu ihnen die große Freude der Geburt des Heilands, des Retters verkündeten. „Es ist nicht wichtig, wann auch immer er geboren worden ist, wichtig ist, dass er überhaupt geboren wurde. Mensch, dann bleibt man doch nicht stumm“.
Das Spiel wurde musikalisch begleitet von Josua und Carlotta auf der Geige und Jeremias am Keyboard. Marit Kunze spielte nicht nur an der Orgel, sondern leitete auch den gemeinsamen Gesang der Mädchen und Jungen mit dem finalen Lied „Gloria! Ehre sei Gott“.
Das Spiel um den stummen Hirten gestaltete sich auf moderne Art und Weise und beeindruckte die Besucher. Die Kinder spielten überzeugend und bekamen am Ende viel Applaus. Und mit den Worten: „Er kommt arm und macht uns reich. In der Hoffnung, dass Weihnachten unsere Welt verändern kann“, beendete der Pfarrer diesen Heiligabendgottesdienst.

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