Eine Saga über Menschen und Schicksale im Vogtland - meinanzeiger.de
15. Juli 2020
Thüringer Vogtland

Eine Saga über Menschen und Schicksale im Vogtland

Das Musiktheater Little Opera realisiert in Kooperation mit dem Land Thüringen eine animierte Trickfilmserie für die ganze Familie

Screenshot vogtlandsaga.de: G. Zeuner

Screenshot vogtlandsaga.de: G. Zeuner

Greiz. Es ist ein überaus ambitioniertes und vielversprechendes Vorhaben, das die Autorin und Regisseurin Sabine Maria Schoeneich, der Animationsdesigner und Musiker Michel Hufenbach und der ausführende Produzent Heiko Büter heute in Greiz vorgestellt haben: „Ella – eine Vogtlandsaga“ ist ein Multimedia-Projekt, in dem Menschen des Vogtlandes und ihre Schicksale im Mittelpunkt stehen. Realisieren wird die animierte Trickfilmserie das Musiktheater Little Opera in Kooperation mit dem Freistaat Thüringen. Der Pressetermin heute im Unteren Schloss war sozusagen der Start für die heiße Phase der Umsetzung.

Regisseurin Sabine Maria Schoeneich mit Produzent Heiko Büter (li.) und Artisdic Director Michel Hufenbach. (Fotos: Zeuner)

Die Story spielt vor dem Hintergrund er Regierungszeit von Heinrich XI., der Greiz zum Fürsentum machte, und beginnt im Jahre 1743. Erzählt wird die Geschichte der bitterarmen Häuslerin Ella, die sich in Hans verliebt. Der ist der Sohn des reichen Oberförsters, der seinen Filius natürlich in eine standesgemäße Ehe lancieren will. „Es ist eine fiktionale Story, die aber historische Sachverhalte aufgreift und vor realem geschichtlichen Hintergrund spielt“, beschreibt Regisseurin Sabine Maria Schoeneich die Handlung. In dieser tauchen auch immer wieder die echten Schauplätze des Vogtlandes auf. Ebenso werden Bräuche, Sagen und Mythen der Region in das Geschehen verwoben. Umgesetzt wird das Ganze von dem Greizer Michel Hufenbach im Stil einer Grafic Novel, mit der die Trickfilmserie auf unorthodoxe Art und Weise Historisches und Traditionelles an weitere Generationen vermitteln möchte.

Produziert wird zunächst eine erste Staffel mit zehn Folgen á zehn Minuten. Zur Umsetzung hat sich der Produzent zahlreiche regionale Partner ins Boot geholt. Als Fachberater für die historische Detaitreue konnte der Leiter des Thüringischen Staatsarchivs Greiz, Hagen Rüster, gewonnen werden. Für die Filmmusik sorgt die Vogtland Philharmonie. „In dem Soundtrack werden auch alte Lieder und Tänze aus der Region erklingen, die wir modern arrangieren“, kündigt GMD Stefan Fraas an.  Weitere Partner des von der Stadt und des Landkreises Greiz unterstützen Projektes sind unter anderem die Kreismusikschule „Bernhard Stavenhagen“, die Tourist-Info und die Bibliothek Greiz, die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung im Greizer Sommerpalais sowie der Tourismusverband Vogtland.

Ab dem Frühjahr kommenden Jahres soll „Ella – eine Vogtlandsaga“ auf einem YouTube-Kanal ausgestrahlt werden. Alle 14 Tage eine neue Folge, kostenlos anschaubar. Die Macher versprechen sich dadurch eine größtmögliche Verbreitung weit über das Vogtland hinaus. Und sie hoffen auf Feedback mit Informationen zu Bräuchen, Rezepten, Sagen, Musik und mehr aus der Region. Dafür haben sie auf dem Portal vogtlandsaga.de bereits ein Forum eingerichtet, auf dem sich jeder mit historischen Fakten einbringen kann.

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