2. November 2020
Thüringer Vogtland

Greizer und Zeulenrodaer Küchenexperten im TV

Haben Klöße zubereitet und serviert, von links: Björn Freitag, Jan Nürnberger, Harald Saul und Heidi Körner. (Foto: Sylvia Rusmich)

Viele Greizer kennen den Küchenmeister Harald Saul und das Koch- und Backmädel Heidi Körner durch gemeinsames Schaukochen beispielsweise zum Auftakt der Kloßvogtwettbewerbe auf dem Markplatz der Stadt. Gemeinsam mit dem Küchenchef des Bio Seehotels Zeulenroda, Jan Nürnberger, agierten sie dieses Jahr vor den Fernsehkameras des WDR und sind in diesem Monat im TV zu erleben: Am 23. November bereiten sie in der Sendung „Der Vorkoster“ gemeinsam mit Starkoch Björn Freitag Thüringer Klöße zu.

Wie die drei Ostthüringer Küchenexperten Teil der Kochshow wurden, berichtet Harald Saul: „Eine Mitarbeiterin der Sendung hatte mich kontaktiert, weil Björn Freitag durch meine Buchveröffentlichungen und YouTube-Beiträge auf mich aufmerksam geworden war. Er wolle unbedingt mit mir eine Folge seiner Sendereihe produzieren, hieß es.“ Gemäß dem Anliegen der Sendung „Viel für wenig“ – gutes regionales Essen für wenig Geld auf den Tisch“ sollte der Küchenmeister vor laufenden Kameras Thüringer Klöße zubereiten. Natürlich war der Greizer von der Anfrage angetan und sagte zu. Und nicht nur das. Saul schlug vor, den Beitrag in der Gläsernen Küche des Bio Seehotels in Zeulenroda zu drehen und die Greizerin Heidi Körner als Servierkraft mit ins Boot zu nehmen. „Ich bin seit Jahren mit dem Hoteldirektor Marco Lange befreundet, so dass er von der Idee begeistert war. Er stellte nicht nur seine Location für die Fernsehaufnahmen zur Verfügung, sondern auch seinen Küchenchef.“

Auch Björn Freitag und sein Team fanden die Vorschläge gut, und so ging im Februar dieses Jahres die Aufzeichnung für die Sendung  „Der Vorkoster“ im Bio Seehotel über die Bühne. „Meine Idee dazu war, Thüringer Klöße wie 1960 in der DDR zu kochen“, erinnert sich Harald Saul. Während Jan Nürnberger seine Kloßmasse mit einer Moulinette herstellte, stellte der Greizer Küchenmeister seinen Kloßrieb mit einer über 50 Jahre alten Küchenmaschine „Komet“ her. Die hatte ihm Familie Schauerhammer aus Weida zur Verfügung gestellt. „Mit der ‚Komet‘ machen die Schauerhammers selbst heute noch alle 14 Tage Klöße“, weiß Saul, der für die Sendung seine eigene Kloßpresse aus dem Jahre 1960 aktiviert hatte. Die durfte auch der Fernsehkoch ausprobieren. wobei er recht ins Schwitzen kam.

Da schmorte Björn Freitag doch lieber seine mitgebrachten Ochsenbäckchen, während die beiden Ostthüringer Köche ihre Klöße zubereiteten. Bei der Aufzeichnung gab es natürlich auch etliche Tipps und Tricks, wobei sich der Greizer Küchenmeister mit seiner ruhigen und besonnenen Art als wohltuendes Pendant zu dem „manchmal etwas hektischen“ Fernsehkoch empfand. Doch der sei ein sehr sympathischer Typ. „Nach einer halben Stunde waren wir per Du und ich konnte ihm sogar das eine oder andere mal Kontra geben“, lacht Harald Saul. So habe Freitag immer wieder von Knödeln gesprochen, worauf ihn der Ostthüringer korrigierte: „Das sind Klöße! Wenn du noch einmal Knödel dazu sagst, musst du einen Kasten Bier spendieren!“

Am Ende servierte Heidi Körner die fertigen Thüringer Klöße mit Ochsenbäckchen und dem vom Bio Seehotel gesponserten Rotkraut mit den Worten: „Lassen Sie es sich gut schmecken!“ Natürlich wurden die Klöße auch bewertet. „Die von Jan Nürnberger sahen wie gemalt aus, während meine natürlich nicht so rund waren, sondern wie echte Thüringer Klöße etwas breit liefen“, schätzt Harald Saul ein. Welche der beiden Varianten besser geschmeckt hat, will er natürlich nicht verraten. Wer das Ergebnis wissen will, muss sich die Sendung „Der Vorkoster“ am 23. November um 20.15 Uhr im WDR-Fernsehen anschauen!

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