12. März 2020
Thüringer Vogtland

Heimatstube Auma – jedes Stück hat seine Geschichte

Serie – MeinMuseum: In der Heimatstube am Aumaer Markt können Ältere in Erinnerungen schwelgen und Junge Wissenswertes erfahren

Die Heimatstube befindet sich im Alten Rathaus am Markt in Auma. (Foto: Gerd Zeuner

Elke Goppold

Elke Goppold, Vorsitzende des Kultur und Heimatvereins Auma, stellt die Heimatstube vor:

Was gibt’s Musehenswertes?
In der Heimatstube befinden sich mehrere Tausend Exponate aus mehreren Jahrhunderten. Jedes Stück hat seine eigene Geschichte, die wir gern erzählen. Ältere werden sich erinnern, Jüngere können manch Wissenswertes erfahren.

Woran führt kein Weg ­vorbei?
In der Heimatstube ist alles sehenswert – von der Caféteria mit ihren 553 Kaffeekannen über den Kolonialladen, das Schulzimmer und den letzten Aumaer Lebensmittelladen bis hinauf zum Boden mit den Exponaten aus der Handwerks- und Gewerbegeschichte unserer Stadt sowie dem Modell des Aumaer Flusslaufes. Ein ganz besonderes Stück unserer Heimatstube ist sicherlich die originale Sintax Kaffee-Maschine aus dem Jahre 1925 mit einem Wert von rund 200 Euro.

Was ist Ihr liebstes Stück?

Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, dann wäre es das Taubenhaus, das maßstabsgetreu bei uns wieder aufgebaut wurde. Das Original stand früher in der Unteren Gasse. Es wurde 2006/07 abgetragen und an seinen neuen Standort auf den Parkplatz versetzt.

Museum zum Anfassen?
Die Exponate dürfen nicht berührt werden. Doch bei bestimmten Aktionen schaffen wir Gelegenheit, mit den Ausstellungsstücken in Berührung zu kommen. Beispielsweise haben wir schon Kinder zum Schulbesuch in unserer Schulstube eingeladen, wo sie auf dem Mobiliar Platz nehmen konnten.

Sind auch Kinder museumsreif?
Natürlich. Auf Anfrage laden laden wir ganze Schulklassen ein, für die dann der Eintritt sogar frei ist.

Museum zum Mitnehmen?
Käuflich erworben werden kann bei uns der „Unner Aum’scher“ – ein leckerer Kräuterlikör. Dazu gibt es Schnapsgläser, Biertulpen und Stofftaschen. Beliebt sind auch die „Aum’schen Pilze“, das ist ein Buch mit Geschichten und Sagen aus Auma und dem Umland. Und ab September/Oktober gibt es wieder den Kalender mit historischen Ansichten.

Außer der Reihe?
Die Heimatstube präsentiert jährlich drei Sonderausstellungen, nimmt am Museumstag im Mai teil und beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals im September.

Was gesagt werden muss:
Wir bieten einen virtuellen Stadtrundgang an und der Kultur- und Heimatverein führt traditionell Aktionen durch wie das Osterbrunnenschmücken am 3. April und die Morgenwanderung am 26. April um 6 Uhr ab dem Markt.

Kontakt

Heimatstube Auma
Markt 1,
07955 Auma-Weidatal

Öffnungszeiten:
Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 17 Uhr und auf Anfrage.

Telefon: 03 66 26 / 20 704 (Vorstand Kultur- und Heimatverein) und 03 66 26 / 64 60 (Stadtverwaltung).

www.aumabote.de

In der Bildergalerie gibt es zahlreiche Fotos aus der Heimatstube! Hier in der Slide-Show schon mal einige Eindrücke:

Buchtipp

„Mein ­Museum“, 13,95  Euro. ­Online ­kaufen: www.klartext-verlag.de oder im Buchhandel; per E-Mail: info@­klartext-verlag.de.

 

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