12. November 2020
Thüringer Vogtland

Hilfe direkt vor Ort

Supermarkt-Kunden spenden für die Tafel in Greiz

Eileen Kielmann (links), Verkäuferin vom Markt Langenwolschendorf, übergibt der Greizer Tafel-Chefin Petra Kroß die Warentüten. (Foto: Rewe)

Greiz/Langenwolschendorf. Sehr willkommene Hilfe in einer schwierigen Zeit: Mit einem Rekord-Spendenergebnis unterstützen Rewe-Kunden die Tafeln in Deutschland. So erhalten die Ausgabestellen in den nächsten Tagen bundesweit rund 560.000 Tüten mit lang haltbaren Nahrungsmitteln. Der Wert beträgt 2,8 Millionen Euro.

Vom 19. Oktober bis 1. November hatte Rewe dazu aufgerufen, eine Spendentüte zu kaufen, die dann der örtlichen Tafel zu Gute kommt. Der Eigenbeitrag der Supermarkt-Kette summiert sich auf 40.000 Tüten mit Waren.

In den Rewe-Schott-Märkten in in der Langenwolschendorf und Greiz haben die Kunden insgesamt 217 Tüten mit sechs ja!-Artikeln – Reis, Spaghetti-Gericht mit Tomaten, vegetarische Tortelloni, Tomatencremesuppe, Nuss-Nougat-Creme und Kekse – an die Tafel in Greiz gespendet. Diese Produkte können nun in den nächsten Wochen an Bedürftige ausgegeben werden. „Das Spendenergebnis ist für mich der eindrucksvolle Beleg dafür, dass Solidarität und Mitmenschlichkeit tragende Säulen unserer Gesellschaft sind – auch in Corona-Zeiten. Denn die Pandemie verschärft die Not bei den Ärmsten und lässt die Zahl der Bedürftigen weiter ansteigen“, betont Jens Schott, Chef der Rewe-Märkte. Petra Kroß, Chefin der Greizer Tafel: „Dieses Jahr ist eine große Herausforderung für die Tafeln. Unsere Arbeit ist aufwändiger geworden, die Lebensmittelausgabe findet im Freien statt oder vorgepackte Tüten werden geliefert. Die eigentlich so wichtigen Kontakte sind auch bei uns weitgehend reduziert. Die Spendentüten helfen uns deshalb ganz besonders in diesem Jahr. Wir danken allen Kundinnen und Kunden und Rewe für das Zeichen der Solidarität.“

Die seit 2009 durchgeführten Tafel-Aktionswochen sind eine zusätzliche Unterstützung. Denn Rewe gibt bereits seit 1996 täglich Lebensmittel an die Tafeln ab. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Frischeprodukte, die zwar nicht mehr verkauft, aber dennoch bedenkenlos verzehrt werden können.

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