2. Juni 2021
Thüringer Vogtland

Hoffen auf den Hochzeitsboom

Hochzeitssängerin Cindy Nowak freut sich darauf, wieder auftreten zu können

Cindy Nowak mit ihrer Lieblingsgitarre "Inge". (Foto: Gerd Zeuner)

Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen hätte für Cindy Nowak zu kaum einem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können: Im Mai 2019 machte sich die Musikerin mit dem Projekt „La Musica“ als Hochzeitssängerin beruflich selbstständig und die Auftragslage entwickelte sich gut – schließlich sollte 2020 das Jahr der Hochzeiten werden. Doch dann kam Corona.

Foto: Gerd Zeuner

Gemeinsam mit ihrem Gitarristen Jens Weiß hatte die La Musica-Sängerin ein Programm auf die Beine gestellt, mit dem sie ab Mitte 2019 nicht nur Eheschließungen musikalisch umrahmten, sondern auch Taufen, Jugendweihen, Konfirmationen und andere freudige familiäre Ereignisse. Ab März vorigen Jahres aber fanden Trauungen und Familienfeiern nur noch unter „Ausschluss der Öffentlichkeit“ statt. Wenn überhaupt. Auch bereits geplante größere Auftritte wie zum Frühlingsfest im Hagebaumarkt Zeulenroda wurden zunächst verschoben, um später ganz abgesagt zu werden. „Corona hat viele meiner Musikerkollegen hart getroffen. Es ist eine sehr schwere Zeit für uns, vor allem für die, die nur von Musik leben“, so Cindy Nowack. Sie selbst war am Boden zerstört. „Ich habe viel Liebe und Herzblut in unser Projekt investiert und fand mich am harten Boden der Corona-Realität wieder“, beschreibt die Zeulenrodaerin ihre Situation. Wären nicht ihre Familie und ihr Lebenspartner an ihrer Seite gewesen, hätte sie vielleicht die Hoffnungen verloren und aufgegeben, ist die junge Frau überzeugt: „Ich bin all den lieben Menschen, die mich in der schweren Zeit unterstützt haben, unendlich dankbar.“

Ihre kreative Energie musste die Musikerin allerdings zunächst in andere, neue Bahnen lenken. So ging sie mit einem eigenen Modelabel online und gibt seit einigen Monaten Kindern und Jugendlichen Gitarrenunterricht. „Das ist eine schöne Sache, doch meine eigentliche Leidenschaft, mit meiner Musik anderen Freude zu bereiten, möchte ich nicht missen“, räumt sie ein.

Deshalb war und ist die 35-Jährige auch musikalisch nicht untätig. So hat sie einen von Norman Sengewald komponierten Song eingesungen und hofft, dass dieser produziert wird und Eingang in die Set-List von La Musica findet. Denn auch am Repertoire wurde gefeilt. Die Titelauswahl wird ständig erweitert. „Es kommen immer wieder neue Lieder dazu, damit wir noch besser auf die Wünsche unseres Publikums eingehen können“, sagt die Sängerin. Sie und ihr Gitarrist hoffen, dass sich für sie wieder Auftrittsmöglichkeiten eröffnen. Beide sind optimistisch: „Wir sind sicher, dass nach Lockerung der Corona-Regeln jetzt wieder verstärkt geturtelt, geliebt und geheiratet wird!“ Den ersten Termin nach der Pandemie hat La Musica am 17. Juli in Triebes, wo das Duo eine Hochzeit mit seinen Liedern begleiten wird.

Kontakt: Telefon: 0173 2959530; E-Mail: la.musica@web.de; Facebook: La Musica Hochzeitsgesang

Foto: Gerd Zeuner

 

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