Laufevent mit Nachhaltigkeit - meinanzeiger.de
4. Dezember 2019
Thüringer Vogtland

Laufevent mit Nachhaltigkeit

Nach der erfolgreichen Premiere wird bereits der zweite WeidatalCross vorbereitet

Torsten Jung mit den aus 100 Prozent recyceltem Polyester gefertigten T-Shirts.

Torsten Jung mit den aus 100 Prozent recyceltem Polyester gefertigten T-Shirts.

Wenn gestandene Männer und durchtrainierte Frauen über unwirtliches Gelände jagen, durch Schlammlöcher kriechen und Wasserhindernisse überwinden, hat man in Thüringen unwillkürlich den Extremlauf „Getting Tough“ vor Augen, der am 7. Dezember wieder tausende Sportler nach Rudolstadt lockt. Sie kommen aus aller Welt, um die mit allerlei Hindernissen gespickte 24-Kilometer-Distanz zu überwinden. „Getting Tough“ gilt als einer der härtesten Hindernisläufe Europas und ist so etwas wie der König der Extremläufe in Deutschland.

Doch der hat dieses Jahr so etwas wie einen kleinen Bruder im Freistaat bekommen: Im Sommer startete in Weißendorf bei Zeulenroda-Triebes der erste WeidatalCross. Der Lauf fand im Rahmen des traditionellen Weidatal-Marathons statt und stand unter dem Motto „Schlamm – Berge – Wasser“. Die Premiere war ein voller Erfolg, freut sich Cheforganisator Torsten Jung: „150 Teilnehmer, damit hatten wir die Höchstgrenze erreicht, aus zahlreichen Bundesländern absolvierten die neun Kilometer lange Strecke und waren von dem Event begeistert.“ Schließlich stand bei allen Strapazen auf dem durch das landschaftlich reizvolle Gelände führenden Kurs der Spaß im Vordergrund. Die Crossläufer, unter ihnen  Bahnrad-Weltmeister René Enders, mussten diverse Hindernisse überwinden, Autoreifen schleppen und beispielsweise Schlamm aus einem Wasserloch schöpfen. 

Noch mehr Schlamm, noch mehr Berge und noch mehr Wasser gibt es bei der Zweitauflage des WeidatalCross‘, der am 5. September 2020 stattfindet. Zur Auswahl stehen dann zwei Strecken: Über acht und über 17 Kilometer. Auf die Starter der kürzeren Classic-Distanz warten 350 Höhenmeter und 20 Hindernisse, die Läufer der längeren Extrem-Tour müssen 850 Höhenmeter und 30 Hindernisse bewältigen. Die Teilnehmerzahl ist auf insgesamt 350 begrenzt, Anmeldungen können bereits online abgegeben werden. 

Denn die Vorbereitungen auf den nächsten Weidatal-Marathon mit dem 2. WeidatalCross laufen schon auf Hochtouren. Das Laufevent durch die Natur soll auch wieder der Nachhaltigkeit Rechnung tragen. „Die Idee mit den ökologischen Mehrwegbechern an der Strecke kam super an“, erinnert sich Torsten Jung. So wurde verhindert, dass wie – bei manch anderem Lauf durchaus üblich -, die Crossstrecke durch weggeworfenen Plastikbechern gesäumt ist. Klar ist, dass wieder ausschließlich Mehrwegbecher an der Strecke zum Einsatz kommen. Auch die Shirts, die es zum Marathon und Cross gibt, erfüllen nachhaltige Kriterien: „Sie werden aus aus 100 Prozent recyceltem Polyester hergestellt“, versichert Jung. Und nicht nur das – für jedes verkaufte Shirt wird ein Baum entlang der Laufstrecke gepflanzt. Die ersten 50 junge Douglasien wurden kürzlich auf dem Areal der Triebeser Schanze in das Erdreich gesetzt. Die Shirts können übrigens jederzeit online erworben werden.

Info und Anmeldung: weidatalcross.jimdofree.com 

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