15. Juni 2021
Thüringer Vogtland

Meisterstücke: Unikate aus Holz der künftigen Tischlermeister

Bestnoten vom Meisterprüfungsausschuss/Neuer Lehrgang im Januar

Das ist eine Auswahl der besten Meisterstücke: ein Schreibmöbel von Michael Heinke aus Saalfeld (oben li.), eine Haustür von Peter Richter aus Remptendorf (unten re.), ein Sideboard von Ronald Schaub aus Zeulenroda-Triebes (oben re.) sowie ein TV-Board von Daniel Uhlmann aus Remptendorf. (Fotos: Kühne)

Zeulenroda. Wahres Meisterhandwerk stellten elf junge Männer bei ihrer Meisterprüfung im praktischen Teil unter Beweis. Ihre Meisterstücke sind alles Unikate aus Holz und unterstreichen, welch Potenzial das Tischlerhandwerk in Ostthüringen zu bieten hat.

Vor fast zwei Jahren begannen die angehenden Tischlermeister ihre Fortbildung in der Bildungsstätte der Handwerkskammer für Ostthüringen in Zeulenroda. Nun konnten sie ihre Meisterstücke dem Meisterprüfungsausschuss präsentieren. Und dieser war begeistert von der Kreativität und der Vielfalt der Arbeiten sowie vom handwerklichen Können der Meisterschüler.

Apropos Vielfalt: Egal ob eine Bar-Theke mit integriertem Aquarium, ein Schreibtisch im Jagdstyle, ein Sideboard mit moderner Linienführung, eine Haustür für einen Vierseithof, TV-Board, Barschrank, Hänge- oder Schreibmöbel – das Repertoire war breit gefächert. All diese Stücke werden künftig einen Ehrenplatz bei den Meisterprüflingen erhalten und sie noch viele Jahre an ihren Abschluss als Tischlermeister erinnern.

„Die vorgestellten Meisterstücke zeigen sowohl in den Konstruktionen als auch in der Ausführung beachtenswerte Resultate. Meisterlich präsentiert sind bogenförmig ausgebildete Korpusse, Verbindungen im Vollholz und Holzwerkstoffen mit Schrägen sowie Auszüge bei Möbelteilen, die elektronisch betätigt werden. Wir erleben Bezüge zu den 60 er Jahren in den Fußgestellen, hochwertige Verarbeitung von farbigen Epoxideinlagen, die Integration eines großen Aquariums. Bei der gefertigten Haustür wurde Altholz für die Außenbekleidung – ein realistischer Beitrag zur Nachhaligkeit – eingesetzt. In der Werkstoffwahl kamen überwiegend Nussbaum, Eiche, Esche zum Einsatz; verarbeitet wurden auch Wenge und das ‚lebendige‘ Holz der Robinie“, lautet das fachliche Fazit von Dr. Thomas Heyn, Vorsitzender des Meisterprüfungsausschusses.

Am Ende konnten sich alle elf Meisterschüler über die bestandenen fachlichen Prüfungsteile freuen. Vier von ihnen haben auch schon die Teile III und IV der Meisterprüfung absolviert und verstärken jetzt als fertige Tischlermeister das Handwerk in der Region. Für alle jene Tischlerinnen und Tischler, die ebenfalls solch herausragende Meistertücke aus Holz einmal ihr Eigen nennen wollen, für die bietet die Handwerkskammer ab dem 14. Januar 2022 einen neuen Meistervorbereitungskurs an.

Wer mehr über die Inhalte, die attraktiven Fördermöglichkeiten und den Ablauf erfahren möchten, wendet sich ganz einfach an das Fortbildungsteam der Handwerkskammer für Ostthüringen unter Telefon 0365/8225-184, E-Mail: fortbildung@hwk-gera.de.

 

 

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