Niedrigwasser macht untergegangene Welten sichtbar. - meinanzeiger.de
21. Oktober 2018
Thüringer Vogtland

Niedrigwasser macht untergegangene Welten sichtbar.

Niedrigwasser

Talsperre Pöhl.
Die Talsperre Pöhl ist gegenwärtig mit viel zu wenig Wasser gefüllt. Schuld an der Misere ist der trockene heiße Sommer mit zu wenig Niederschlägen. Der aktuelle Wasserstand liegt mit rund sechs Metern unter dem Stauziel und unterhalb des Überlaufes an der Staumauer gut erkennbar. Das vergangene Wochenende nutzten unzählbare Besucher zu einem Spaziergang, um bei angenehmen Temperaturen das vergrößerte Uferbereich nach Spuren einer untergegangenen Welt zu erkunden. Von der einst gefluteten Ortschaft Pöhl kamen Grundmauern von Gebäuden, Baumstümpfe die Straßen und Wege säumten wieder ans Tageslicht. Wo bei normalen Wasserstand Wasserpflanzen gedeihen, breitet sich an den wasserfreien Uferzonen Kamille und andere Gewächse aus. Auch versunkene Felsklippen nahe der Brücke der Bundesautobahn A72 lassen die Kamera-Auslöser klicken.
Die Vorsperren Neuensalz und Thoßfell sind zwar noch gut gefüllt, können aber durch wenig Wasserabgabe das weitere tägliche Absinken des Wasserspiegels um etwa täglich 10 cm nicht verhindern. Es bedarf länger anhaltende Regenperioden um die Talsperre bis zu ihrem Stauziel wieder ansteigen zu lassen.

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