25. Juni 2021
Thüringer Vogtland

Schnelles Internet im Saale-Orla-Kreis

Als erster Kreis in Thüringen Breitbandausbau für noch schnelleres Internet im Orlatal gestartet

Landrat Thomas Fügmann verschweißt symbolisch das letzte Stück Glasfaserkabel in Tischendorf (Foto: Brit Wollschläger)

Titschendorf.  Im südlichsten Zipfel des Saale-Orla-Kreises, im südlichsten Zipfel des Freistaates Thüringen – in Titschendorf – wurde der Abschluss des geförderten Breitbandausbaus für den Saale-Orla-Kreis feierlich begangen. „Es ist das wichtigste Infrastrukturprojekt der letzten zehn Jahre“, erklärte Landrat Thomas Fügmann stolz. „Wir haben es geschafft, als erster Landkreis in Thüringen“, so der Landrat.

Breitbandanschlüsse

Innerhalb des geförderten Breitbandausbaues wurden seit Januar 2019 im Saale-Orla-Kreis 3291 Haushalte, 436 Gewerbebetriebe und 67 Institutionen in 47 Kommunen mit Breitbandanschlüssen versorgt. Dafür waren allein 142 Kilometer Tiefbauarbeiten, die Errichtung von 168 Kabelverzweigern und Netzverteilern sowie die Verlegung von 142 Kilometer Leerrohr und rund 700 Kilometer Glasfaser nötig. Symbolisch verschweißte Landrat Thomas Fügmann heute Vormittag an der Wanderhütte „Am Kohlhau“ in Tischendorf zwei (0,2 Millimeter starke) Glasfaserkabel mit einem Schweißgerät. Im März 2019 war der Ausbau des schnellen Internets in der Region öffentlichkeitswirksam an einer Schule, der größten im Saale-Orla-Kreis, dem Gymnasium am Weißen Turm in Pößneck gestartet  worden – nun fand das Projekt in der Tourismusregion im Süden des Kreises seinen erfolgreichen Abschluss.

Formalitäten und Beantragungen

Bis dahin war es jedoch ein langer, kurvenreicher Weg mit vielen Erfahrungen für alle Beteiligten. Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreis, insbesondere eine Projektgruppe der Fachdienste Kommunikation/IT und Wirtschaftsförderung übernahm die Koordination des Projekts und bündelte die Interessen der Gemeinden des Kreisgebietes. Das Team um Michael Kleine und Nadine Wagner wickelte sämtliche Formalitäten und Beantragungen ab, verhandelte mit den Partnern. „Die Projektgruppe leistete sehr gute, sehr zielstrebige, konstruktive, fachkundige und unermüdliche Arbeit“, lobte Landrat Thomas Fügmann.

technologieneutraler Ausbau

Nur durch diese Bündelung der Aktivitäten war es möglich, einen flächendeckenden, technologieneutralen Ausbau zu realisieren und damit den Haushalten, Unternehmen und Institutionen Bandbreiten von mindestens 30 MBit/s an den Stellen zur Verfügung zu stellen, an denen kein (wirtschaftlicher) Eigenausbau durch Telekommunikationsunternehmen stattfand. Zum gestrigen Projektabschluss bescheinigten sich die beteiligten Partner eine stets sehr gute Zusammenarbeit und betonten die enorme Bedeutung schneller Internetverbindungen gerade für den ländlichen Raum, für Wirtschaft, Bildung, Tourismus und Lebensqualität. Die Corona-Pandemie habe die Notwendigkeit der „digitalen Revolution“ nochmals erhöht.

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