25. Oktober 2019
Thüringer Vogtland

Schumann-Klavierkonzert & Fauré-Requiem

Konzert in St. Marien Greiz

Sonntag, 3. November 2019 um 17 Uhr, Stadtkirche St. Marien Greiz
Herzliche Einladung zum Konzert mit dem Kantatenchor und dem Jugendchor an St. Marien Greiz, Solisten und der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter Leitung von Kantor Ralf Stiller.

Robert Schumann (1810 – 1856), Klavierkonzert in a-Moll Op. 54

1841 komponierte Schumann eine Phantasie für Klavier und Orchester a-Moll. Der mit Allegro affettuoso für Pianoforte mit Begleitung des Orchesters bezeichnete Satz ließ sich jedoch, auch nach mehrfacher Überarbeitung 1841 und 1843, bei keinem Verleger verkaufen.
So entschloss Schumann sich, das Werk zu einem Klavierkonzert zu erweitern. Er fügte ein Intermezzo und ein Rondo hinzu und vollendete so die Komposition. Sie wurde im Dezember 1845 in Dresden erstmals aufgeführt. Solistin war Clara Schumann, Robert Schumanns Frau.
Das Konzert wurde, anders als viele Klavierkonzerte der Romantik, mit Begeisterung aufgenommen. Von Kritikern besonders hervorgehoben wurde die gekonnte, farbenreiche und selbständige Orchesterbehandlung, welche Klavier und Orchester gleichermaßen Raum lasse.
Ebenso wie einige andere Klavierkonzerte des 19. Jahrhunderts hat das a-Moll-Konzert einen sinfonischen Charakter. Da es zunächst nicht als Klavierkonzert konzipiert war, hat das Werk trotz seiner Dreisätzigkeit das Wesen einer Phantasie behalten. Das gesamte Konzert steht unter romantisch-phantastischen Eindrücken. Seine Grundgedanken sind – durchaus autobiographisch – die Sehnsucht und das Glück zweier sich liebender Menschen.

Gabriel Fauré (1845 – 4. November 1924), Requiem Op. 48
Fauré vollendete die Komposition seines Requiem – seines einzigen größeren Werkes mit einem geistlichen Text als Basis – 1887 im Alter von 42 Jahren. Er schrieb das Werk zwischen dem Tod seines Vaters (1885) und dem seiner Mutter (1887).
Das Requiem wurde erstmals am 16. Januar 1888 in Paris aufgeführt. Der Chor umfasste dabei nur etwa 30 Sänger, das Orchester war klein und ohne Bläser besetzt. Im Laufe der folgenden Jahre erstellte Fauré eine größer besetzte zweite Fassung. Deren Premiere fand 1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung vor rund 5000 Zuhörern statt. Das Requiem wurde auch bei Faurés Beerdigung 1924 aufgeführt.

Auch interessant