10. Juni 2021
Thüringer Vogtland

Sounds of Hollywood erstmals an der Göltzschtalbrücke

Große Musik für Auge und Ohr mit der Vogtland Philharmonie an der weltgrößten Ziegelsteinbrücke

Stefan Fraas (links) hatte zum Vorort-Termin an der Göltzschtalbrücke schon mal drei Musiker seines Orchesters mitgebracht, v.l.: Peter Manz, Juliane Sigler und Sergei Synelnikov. (Foto: Gerd Zeuner)

Netzschkau. „Restart Kultur“ an der größten Ziegelsteinbrücke der Welt mit großer Musik für Auge und Ohr: Am 16. und 17. Juli präsentiert die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach erstmals ihr „Sounds of Hollywood“ an der Göltzschtalbrücke. „Es geht wieder los und es ist ein Heimspiel für uns“, freut sich der Intendant des Orchesters, GMD Stefan Fraas. Umso mehr, als dass das für Pfingsten geplante „Rock Classics“ erneut um ein Jahr verschoben werden musste. „Unser Publikum und wir lechzen nach Kultur und so ist das Gastspiel Mitte Juli ein ganz wichtiges Signal für die Köpfe und Herzen aller sowie die Veranstaltungsorte“, so Fraas.

Mit dem Projekt „Sounds of Hollywood“ habe die Vogtland Philharmonie in den vergangenen Jahren bereits in ganz Deutschland gastiert, noch nie aber an der Göltzschtalbrücke. Obwohl das Orchester seit mehreren Jahrzehnten Konzerte an dieser historischen Stätte gibt. Und das bisweilen bei strömenden Regen und empfindlicher Kühle. „Nun sind wir das erste Mal in einem Juli hier und hoffen auf bestes Wetter“, so Stefan Fraas bei einem Vor-Ort-Termin an der Brücke, wo kommenden Monat bei den beiden „Sounds of Hollywood“-Aufführungen Musik aus fast 30 Filmen erklingt. Darunter aus Klassikern wie „Der weiße Hai“ und „Indiana Jones“, aus Blockbustern wie „Herr der Ringe“ und „Game of Thrones“ sowie auch aus neueren Filmen wie „La La Land“ und „A Star is Born“.

Präsentiert werden die Melodien von „herausragenden Musik- und Gesangssolisten“, verspricht Stefan Fraas, der die Aufführungen natürlich dirigieren und auch moderieren wird. Begleitet von der Vogtland Philharmonie übernehmen die Gesangsparts der Show unter anderem Laura Jacobi, Aron Pinter und das Trio Voc A Bella. Optisch sorgen zwei große LED-Wände links und rechts von der Bühne dafür, dass die Zuschauer ganz nah an dem Live-Geschehen dran sind. Über diese Screens laufen auch die Filmszenen zu der jeweiligen Musik.

Die Bühne wird auf dem Open-Air-Gelände erstmals vor dem Hügel aufgebaut. Damit soll der Blick frei zur Göltzschtalbrücke bleiben. Die könne so „lichttechnisch hervorragend ausgeleuchtet und in Szene gesetzt werden“, kündigt Ronald T. Böhm an. Der Leiter des Neuberinhaues informiert weiter, dass für die beiden Aufführungen jeweils 600 Sitzplätze geplant sind. Der Vorverkauf laufe allerdings so gut, dass nicht ausgeschlossen werden kann, die Platzzahl noch zu erhöhen.

Tickets gibt es im Neuberinhaus Reichenbach und in allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online über eventim. Die Karten kosten im Vorverkauf 34 Euro, ermäßigt und für Kinder 19 Euro. Dass die Preise moderat sind, ermöglicht auch die Unterstützung des Events durch die Städte Netzschkau und Reichenbach. „Die Kosten kann man nicht komplett auf die Eintrittskarten umlegen, die könnte dann keine bezahlen“, schätzt Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger ein und ist da einer Meinung mit dem Netzschkauer Stadtoberhaupt Mike Purfürst. Die Kooperation mit der Vogtland Kultur GmbH sei ein weiterer Schritt im Zusammenrücken der beiden Städte. Schließlich wolle man gemeinsam den Bekanntheitsgrad der Göltzschtalbrücke erhöhen. Zumal dieses Jahr ganz im Zeichen des 175. Jahrestages ihrer Grundsteinlegung und des 170. Jahrestages ihrer Erstbefahrung steht. Nicht zuletzt deshalb wurde auch der Weltkulturantrag für die Brücke auf den Weg gebracht.

 

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