31. März 2020
Thüringer Vogtland

Tanja Pohl – Bilder, Objekte und Performances

Serie: Thüringer Künstler

Tanja Pohl (Foto: Hans-Joachim Hirsch)

Für die Serie „Thüringer Künstler“ im Allgemeinen Anzeiger hat die in Greiz lebende Tanja Pohl einige Fragen beantwortet:

Wie sind Sie zur Kunst gekommen? 

Ich habe schon immer gern gemalt und gezeichnet, überhaupt gern mit den Händen gearbeitet. Als ich 13 / 14 Jahre alt war, besuchte ich einen Zeichenzirkel bei Horst Eczko in Lengenfeld. Von da an hat sich alles weiterentwickelt. Fachabi Gestaltung, verschiedene Praktika, Studium der Bildenden Kunst.

In welcher Kunstrichtung entstehen Ihre Werke? 

Eigentlich interessiert mich alles. Aber am Ende treibt mich jedoch alles zurück zu Malerei, Zeichnung, Druckgrafik. Ich denke, ich brauche die wechselnden Medien, um das Bild immer besser verstehen zu können, Neues zu entdecken und Erfahrenes weiterzuentwickeln.

Wie entstehen Ihre Werke?

Ich sammle alle möglichen interessant scheinende Objekte und Materialien. Aus diesem Fundus baue ich dann direkt etwas oder habe es um mich herum, um daraus Inspiration zu ziehen.

Der Schaffensprozess an sich ist unterschiedlich. Ich kann in der Stille und mit lauter Musik arbeiten, stundenlang an etwas „feilen“ oder gestisch, emotional und schnell etwas auf den Malgrund bringen. Es kommt immer auf die Situation an. Aber ganz oft sitze ich einfach vor dem vorerst Geschafften und schaue. Ist es schon ein Bild? Was kann ich ändern? Vielleicht mal umdrehen… Fertig ist man im seltensten Fall.

Desweiteren arbeite ich eigentlich immer an mehreren Bildern. Auch Druckgrafik und Malerei laufen nebenher.

Was wollen Sie mit Ihrer Kunst ausdrücken?

Von WOLLEN kann eigentlich nicht die Rede sein. Irgendwann spricht mich irgend ein Thema an, das ich dann erstmal „durchexerziere“. Das heißt, erstmal muss ich die Gestalt intus haben, meist sieht das Bild dann ziemlich realistisch aus. Dann kann ich verfremden und mich aufs Bild an sich konzentrieren und nicht auf Motiv oder Inhalt. Zur Zeit sind Stilleben mein Thema. Aber auch Maschinen und menschliche Köpfe waren mir ein Anliegen und kommen immer wieder durch.

Politisch sehe ich meine Bilder nur bedingt, jedoch die Zeit, in der ich lebe, widerspiegelnd. Eher auch philosophisch.

Woher nehmen Sie die Ideen? 

Genau wie Material, so sammel ich auch Eindrücke von überall her.

Was sind Ihre größten Erfolge?

Eine meiner schönsten Ausstellungen war wohl „Mensch Maschine“, 2014 in der Neuen sächsischen Galerie Chemnitz, zu der auch mein erster Katalog entstand.

Wo kann man Ihre Werke sehen? 

Naja, zu aktuellen Ausstellungen muss ich wohl nichts sagen. Im Netz, auf meiner Homepage, findet man viele meiner Bilder, Objekte, Videos zu Performances.

Mal sehen, wann es wieder losgeht. Geplant sind Gruppenausstellungen. Auch meine jährlich stattfindenden AtelierKONZERTE in der JAZZkantine fallen wohl flach. Das ist sehr schade, aber ist nicht zu ändern und wird nachgeholt!

Kontakt

E-Mail: tp@tanja-pohl.com

www.tanja-pohl.com
Tanja Pohl: „Seitenblick“, 2019, Kombinationsdruck auf Bütten, Unikat
 

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