Veranstaltungen im Saale-Orla-Kreis nur noch in Ausnahmefällen möglich - meinanzeiger.de
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19. März 2020
Thüringer Vogtland

Veranstaltungen im Saale-Orla-Kreis nur noch in Ausnahmefällen möglich

Öffentliche und private Veranstaltungen mit 50 und mehr Personen generell verboten / Kleinere Veranstaltungen unterliegen strengen Richtlinien

Ejn solches Bild wird es in den nächsten Wochen wohl in ganz Deutschland nicht geben. (Foto: Benjamin Davies / Pixabay)

Schleiz. In einer weiteren Allgemeinverfügung passt das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises die Regelungen für öffentliche und nicht öffentliche Veranstaltungen an. Damit wird die bis dato gültige Allgemeinverfügung vom 10. März 2020 in zwei Bereichen geändert.

Nur marginal ist der Unterschied der maximalen Personengrenze. Waren bislang bis zu 50 Teilnehmer gestattet, sind im Saale-Orla-Kreis fortan Ereignisse mit 50 und mehr Personen verboten. Sprich: Die Obergrenze liegt nun bei 49 Menschen.

Entscheider ist der Punkt, dass nun auch Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern nur noch in absoluten Ausnahmefällen möglich sind. „Der Veranstalter hat zu prüfen, ob die Veranstaltung notwendig ist und trotz des Infektionsrisikos durchgeführt werden kann“, heißt es dazu in der Allgemeinverfügung.

Generell gilt: Personen, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung oder andere Erkältungssymptome zeigen, sind auszuschließen. Bei Rückkehrern aus Risikogebieten gilt eine Teilnahme ebenso sorgfältig abzuwägen, wie bei Risikopersonen (u.a. Ältere, Vorerkrankte) und Menschen, die in sogenannten kritischen Infrastrukturen arbeiten, wie Krankenversorgung oder Gesundheitsdienst.

Zudem müssen am Veranstaltungsort jeder anwesenden Person mindestens vier Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Auch eine ausreichende Belüftung wird vorausgesetzt.

Veranstaltungen, die trotzdem durchgeführt werden sollen, sind vorab dem Fachdienst Gesundheit im Landratsamt des Saale-Orla-Kreises sowie dem Thüringer Landesverwaltungsamt anzuzeigen. Die Verfügung gilt bis zum 10. April 2020.

Die Kreisverwaltung setzt damit eine Vorgabe des Landesverwaltungsamtes um. Landrat Thomas Fügmann bittet die Bevölkerung um Verständnis für diesen, wie er sagt, drastischen Schritt. „Wir wissen, dass das gesellschaftliche Leben massiv eingeschränkt wird, aber die brenzlige Lage zwingt uns zu dieser vorbeugenden Maßnahme.“

Für Rückfragen bleiben die Telefone der Bürgerhotline im Landratsamt in Schleiz – Telefon (03663) 488 888 – jeweils von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geschaltet.

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