Vorsprache im Jobcenter vermeiden - meinanzeiger.de
und
13. März 2020
Thüringer Vogtland

Vorsprache im Jobcenter vermeiden

Informationen und Anfragen sollten telefonisch oder elektronisch übermittelt werden

Das Jobcenter des Saale-Orla-Kreises weist darauf hin, dass in der derzeitigen Situation einer erhöhten Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus persönliche Vorsprachen im Jobcenter möglichst vermieden werden sollten. Geschäftsführerin Dagmar Seidler erklärt, dass „Gespräche mit und Meldungen von Kundinnen und Kunden teilweise auch telefonisch oder elektronisch erfolgen können.“

Die Antragstellung auf Arbeitslosengeld II kann auch auf postalischem Wege oder formlos per E-Mail erfolgen. Im Regelfall ergeben sich auch durch eine eventuelle Verzögerung in der Antragstellung keine negativen Auswirkungen für die Kunden, da die Antragstellung immer auf den Ersten des Monats zurückgeht (§ 37 Absatz 2 Satz 2 SGB II).

Anträge auf Weiterbewilligung von Arbeitslosengeld II können über Jobcenter Digital gestellt werden.
Gleiches gilt für Änderungen der persönlichen oder finanziellen Situation. Die dafür notwendigen Zugangsberechtigungen für die Kunden können – neben der sonst üblichen persönlichen Vorsprache im Jobcenter – auch über das Service Center beantragt werden.

Die Beantragung und Entscheidung zur Ortsabwesenheit von Kundinnen und Kunden kann ebenfalls ohne persönliche Vorsprache (telefonisch oder per E-Mail) erfolgen.

Zur aktuellen Situation informiert die Geschäftsführerin weiter, dass bei einer angeordneten Quarantäne wegen einer Erkrankung an COVID-19 oder als Kontaktperson von Erkrankten beziehungsweise positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen, die Leistung des Jobcenters grundsätzlich weiter gezahlt wird.

Pflege- und Hygieneartikel, die gegebenenfalls derzeit häufiger genutzt werden (zum Beispiel Seife, Taschentücher, Handdesinfektionsgel), sind vom Regelbedarf umfasst und lösen keinen Mehrbedarf nach § 21 Absatz 6 SGB II aus. Das heißt, die Leistungen des Jobcenters an die Kundinnen und Kunden werden aufgrund der momentan erhöhten Corona-Infektionsgefahr nicht erhöht.

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