Zwischen Wellness und Zukunftschancen - meinanzeiger.de
31. Juli 2020
Thüringer Vogtland

Zwischen Wellness und Zukunftschancen

Langenwolschendorf ist einen Ausflug wert und als Wohnort äußerst beliebt. Bei einem Rundgang gibt es viel zu entdecken. Foto: Gisbert Voigt

Wir blicken auf Langenwolschendorf : Lohnenswertes Ausflugsziel und begehrter Wohnort

Als Ausflugsort ideal und als Wohnort begehrt – das ist Langenwolschendorf bei Zeulenroda.

Kürzlich war hie auch Spatenstich für den neuen Aussichtsturm in Langenwolschendorf – ein Bauwerk das
in die gesamte Region ausstrahlen wird.

Aber es ist bei weitem nicht der einzige Grund, warum sich ein Ausflug hierhin auch vor der Fertigstellung des Aussichtsturms unbedingt lohnt.

 

Wanderwege, Quellwasser, Fledermäuse und guter Käse

Bürgermeister Gisbert Voigt wird nicht müde, die Schönheit der Landschaft um seinen Ort zu loben.

„Die schöne Höhe, wo jetzt der Aussichtsturm gebaut wird, ist landschaftlich hinreißend und der Ausblick ist einmalig“, schwärmt er und verweist auf das Lusthäuschen, das hier steht.
Das ursprüngliche Haus ist zwar 1945 abgebrannt, aber es wurde in gleicher Schönheit wieder errichtet.

Drei attraktive Wanderwege verlaufen durch Langenwolschendorf, alle vier bis fünf Kilometer lang und damit auch für Kinder geeignet.
„Wenn Sie um die Talsperre herumlaufen wollen, dann sind das über 20 Kilometer.
Das ist mit Kindern nur schwer zu bewältigen.
Da sind unsere Strecken besser“, läutet der Bürgermeister die Werbeglocke.

Und dann ist da noch die Waldquelle im Unteren Dorf.
„Viele schwören darauf, dass der Kaffee mit dem Wasser aus dieser Quelle besser schmeckt“, sagt Gisbert Voigt.
„Und das stimmt.
Ich hole dort selbst zwei bis drei Mal Wasser in der Woche.“

Der Fledermauserlebnisgarten oberhalb des Kindergartens ist in der Dämmerung immer wieder ein Erlebnis, vor allem, wenn man mit dem Fledermausdetektor die Tiere hören kann.

Der Heimatverein hat sich in der alten Schule mit einem Museum eingerichtet.

Und im Erdgeschoss des alten Baus kann man kulinarische Perlen finden – in der örtlichen Käserei.
Hier können Neugierige in der Käseschule lernen, wie man seinen Käse selbst zubereiten kann.

 

Der Ausblick auf den Ort ist auch so schon beeindruckend. Wie großartig wird der Blick ins Land erst mit dem neuen Aussichtsturm… Foto: Gisbert Voigt


Begehrter Wohnort mit viel Lebensqualität

Aber der Ort mit 850 Einwohnern ist nicht nur bei Besuchern beliebt.

„Ich habe bei mir im Büro allein vier oder fünf Anfragen liegen, von Interessenten, die mich gebeten haben, sie sofort zu kontaktieren, wenn im Ort eine Wohnung oder ein Haus frei wird“, erzählt Gisbert Voigt.
Danach sieht es aber im Augenblick nicht aus.

Für die Beliebtheit von Langenwolschendorf gibt es mehrere Gründe:

Da sind zum Beispiel die drei Spielplätze – am Kindergarten, am Fledermauslehrgarten und im Park.
Bei letzterem mussten ein paar Spielgeräte gesperrt werden, weil sie in die Jahre gekommen waren.
Aber die Gemeinde hat bereits den Beschluss gefasst für 13 000 Euro neue Spielgeräte anzuschaffen.

Auch beim Straßenausbau ist man so gut wie durch – bis auf eine Straße, eine Querverbindung im Unteren Dorf.
„Da sind wir uns noch nicht ganz einig, wie und in welcher Höhe wir die Anwohner beteiligen müssen“, sagt der Bürgermeister.
„Einige Bürger haben schon gesagt:
Wenn es zu teuer wird, dann sollen wir die Straße lieber so lassen, wie sie ist.“

 

Sehr aktive Vereine

Stolz verweist Gisbert Voigt auf die sehr aktiven Vereine, von denen viele die traditionsreiche Linde im Dorfzentrum im Namen tragen – vom Lindenchor, über den Lindenverein bis zu den Lindenfreunden.

Alle Vereine, die zu „normalen“ Zeiten wichtige Stützen des sozialen Lebens in Langenwolschendorf sind, hatten unter Corona schwer zu leiden.
Um so mehr wird jede kleine Lockerung, jeder kleine Schritt in Richtung Normalität gern aufgegriffen.
Und natürlich unterstützt die Gemeinde die Vereine.

 

Eine größere Turnhalle für starke Radballer

Das nächste größere Projekt ist die Turnhalle.
„Unsere Radballer sind sehr stark.
Gerade erst ist die Jugend Deutscher Meister geworden“, erzählt der Bürgermeister stolz.
Aber die Turnhalle ist noch nicht so weit.

„Wir wollen die Spielfläche vergrößern und alles so herrichten, dass wir vielleicht auch mal das Finale der Deutschen Meisterschaft der Radballer in Langenwolschendorf ausrichten können“, erklärt Gisbert Voigt.
Fördermittel sind schon beantragt.

Ideale Anbindung

Eine Gaststätte gibt es in Langenwolschendorf zwar nicht, aber einen Bäcker und einen Kindergarten mit eigener Küche und einer starken ökologischen Ausrichtung.
Das Gewerbegebiet mit großem Baumarkt und einem guten Nahversorger ist auf kurzem Weg zu erreichen.

„Und dann ist da noch die Nähe zur Stadt, in der man wirklich alles bekommt“, argumentiert der Bürgermeister.
„Natur, Gemeinschaft, gute Anbindung – bei uns hat man einfach von allem das Beste…“

Daniel Dreckmann

 

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