Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
26. Juni 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Jeder hat seine eigene Würde

Foto: pixabay.de

Die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Jeder Mensch hat eine eigene Würde, unabhängig von Herkunft, Bildung und Beruf. Diese Sicht des Menschen ist noch nicht so alt. Mit Sklaverei und Leibeigenschaft waren lange Zeit andere Wertvorstellungen verbunden.

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott“, so beginnt das Vorwort, das alle Paragrafen auf ein verlässliches Fundament stellt. Keine Ideologie und keine menschliche Idee, sondern der Bezug auf Gottes Wort sind die letzte Verankerung für die unveräußerliche Würde jedes Menschen. Das Grundgesetz nennt die Voraussetzung für unsere Würde und bezieht sich auf Grundaussagen der Heiligen Schrift. Dort wird der Mensch als Gottes Ebenbild bezeichnet. Das ist unser Kenn-Zeichen.

Ein Psalmdichter staunt: „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ (Psalm 8,4-6). Wunderbar: Der weite Sternenhimmel und mittendrin der Mensch als Staubkorn. Dabei ist jeder Mensch ein Original aus Gottes Hand und unendlich kostbar. Das gilt für Kinder und Eltern, für Verwandte und Nachbarn, für Freunde und selbst für Feinde.

 

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

 

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