Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
25. September 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Licht im Dunkeln

Foto: Pixabay

Licht ist ein Wunder vor unseren Augen. Wissenschaftler erklären Licht als Welle und Teilchen. Im Elektronen­mikroskop leuchten die klein­sten Teile der Materie in einem wunderbaren Licht. Selbst Dunkelheit ist Licht.

Hatte der Psalmdichter davon eine Ahnung? „Nähme ich ­Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein – so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.“ (Psalm 139,9-12).

Die Lichtflügel der Morgenröte und die ersten Strahlen der Sonne haben seit Urzeiten Menschen berührt. Im alten Orient wurde sie regelrecht verehrt. Nicht so die Schreiber der Bibel. Sie bekennen, dass der lebendige Gott ein Allmächtiger und Allwissender ist. Vor ihm kann sich ­niemand verstecken. Er kann aber auch überall schützen und helfen. Er ist da. Aber wer von uns kann sich das wirklich vorstellen? Und so staunt der Psalmdichter: „Mir ist das zu hoch, ich kann das nicht begreifen.“ Und dennoch oder gerade deshalb weiß er sich von Gottes Hand geführt. Selbst am Ende der Erde und in dunkelster Nacht ist Gott da. Das hat zu allen Zeiten Menschen gestärkt. Lassen wir jeden Morgen neu das Licht Gottes in unser ­Leben kommen und uns ­beflügeln.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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