Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
20. November 2020
Thüringen

Worte zum Sonntag

Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Foto: pixabay

Menschen müssen sterben. Und alle Menschen wissen das. Wir haben den Tod vor Augen, unser eigenes Ende im Blick. Diese Sicht lässt sich verdrängen, verleugnen können wir sie nicht. Tiere haben dieses Bewusstsein nicht. ­Sicher, sie kennen Todesangst. Darum werden die ­Vögel laut, wenn die Katze um die Ecke kommt. Menschen wissen, dass der Tod kommt.

Dieser Sonntag ist der letzte im Kirchenjahr. Totensonntag oder besser: Ewigkeitssonntag. So wird der Blick ­geweitet über den Horizont unserer begrenzten Lebenszeit in Gottes grenzenlose Wirklichkeit. Jesus tröstet seine Freunde angesichts seines bevorstehenden Todes. „Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich ­lebe, und ihr sollt auch ­leben.“ (Johannes 14,18-19). Manche sagen: Es ist noch keiner zurückgekommen. Doch, einer hat den Tod hinter sich und lebt: Jesus. Er will uns ewiges Leben geben. Jesus ist der Erste einer Welt jenseits der Todeslinie. Mitten in der alten Welt fängt mit dem Glauben an ihn etwas Neues an.

Das ist keine Vertröstung auf den Himmel, sondern die Vernichtung des Todes. Wo sich das Feuer ausgetobt hat, ist der Brand durch. Wo der Brand durch ist, keimt neues Leben, wird es grün. Advent feiern wir mit immergrünen Zweigen. Das ­Leben gewinnt.

Gesegnete Zeit.

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