Worte zum Sonntag - meinanzeiger.de
22. Januar 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Sprache

Foto: pixabay.de

Die deutsche Sprache ist eine schwere Sprache, oder? Erst recht nach vielen Versuchen einer Rechtschreibreform in den vergangenen Jahren. Alte Schreibweise, neue Regeln und ganz neue Änderungen. Schreiben mit Sternchen und sprechen mit Kunstpause mitten im Wort.

Viele Leute lachen, anderen ist das Lachen vergangen. Einigen ist es im Lande von Schiller und Goethe zum Heulen: Was ist aus unserer Sprache geworden? Mancher hat Mühe mit den englischen Begriffen, die in der Computerwelt sicher Sinn machen, in der Alltagssprache jedoch versagen. Was ist ein „Back-Shop“? Ein „Rückwärts-Laden“? Wozu brauchen wir einen „Meeting-Point“, wenn ein „Treff-Punkt“ treffender beschreibt, was gemeint ist? Martin Luther hat zu seiner Zeit „dem Volk aufs Maul geschaut“ und eine großartige Bibelübersetzung geschaffen, die zugleich den Deutschen eine gemeinsame Sprache gab. So wurde Gottes Wort für alle verständlich. Die Bibel fand den Weg zu den Menschen. Ergreifend sind die Geschichten, die erzählen, wie früher arme und einfache Leute lesen lernten. Sie konnten selbst buchstabieren, was Jesus gesagt hatte: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Johannes 5,24).

Wir können heute die Bibel in verschiedenen Übersetzungen haben, in alter Schreibweise oder nach neuen Regeln. Entscheidend ist am Ende, dass Menschen diesem Wort ihr Vertrauen schenken.

Gesegnete Zeit

Egmond Prill

 

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