5. März 2021
Thüringen

Worte zum Sonntag

Das Glaubenszeugnis von Perpetua und Felicitas

Foto: pixabay.de

Jährlich am 7. März erinnern sich Christen an das Schicksal der beiden Frauen ­Perpetua und Felicitas. Aus dem Dunkel der Geschichte leuchtet deren Glaubenszeugnis bis in unsere Tage. Perpetua stammte aus einer adeligen Familie und war entsprechend vornehm verheiratet. Sie war hochgebildet und hatte einen Sohn im Säuglingsalter, als sie zusammen mit ihrer Sklavin ­Felicitas 203 wegen ihres Glaubens an Jesus Christus verhaftet wurde.

Beide ­starben von Tieren zerfleischt in der Arena. Der ­römische Staat duldete alle möglichen Götter. Er forderte jedoch das Kaiseropfer und so die Anerkennung der Göttlichkeit des Kaisers. Eine ­Prise Weihrauch auf den ­Altar Roms gestreut und ­alles war im Lot. Nicht aber für die Christen: Kein Staat kann göttliche Verehrung fordern. Und so standen die Gläubigen vor der Entscheidung – oft um den Preis ihres Lebens. „Jesus sagte zu seinen ­Jüngern: Wer zu mir gehören will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen. Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich aufgibt, der wird es für immer gewinnen.“ (Matt­häus 16,24-25).

Für uns heute erscheint das Martyrium der Gläubigen im alten Rom wie aus einer fremden Welt. Doch für Christen in Nordkorea, China und vielen islamischen ­Staaten ist das die Gegenwart, geht es um Verbannung, Straflager und auch um das Leben. Der Jesusglaube tätiger Nächstenliebe hat ein Preisschild.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill Theologe & Journalist

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