7. Januar 2022
Thüringen

Worte zum Sonntag

Alle sind willkommen

Foto: Pixabay

Ein Wunder war geschehen: Wie aus heiterem Himmel hatte Jesus eine große Schar mit Brot gespeist. Alle wurden satt und es blieb noch viel übrig. Essen im Überfluss. Wohlstand für alle.

Sollte so einer nicht „Brot­könig“ werden? Doch Jesus lehnt ab. Vielmehr soll das Brotwunder ein Zeichen für Größeres sein. Nicht den Bauch, sondern das ­suchende Herz, will er füllen: „Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Johannes 6,27+34).
Jesus will unseren Blick weiten auf ein ewiges Leben mit ihm. Keine Ahnung, wie das sein wird. Aber ich ­glaube ihm. Wie ein Kind dem Vater: Als Fünfjähriger bei einer Wanderung nahm Vater mich Huckepack und balancierte auf einem schmalen Eisenträger über einen Gebirgsfluss: Halte dich fest! In meinem Leben mit schwerem Krebs heute steht mir das oft vor Augen. Jesus ruft: Halte dich fest! Er trägt uns durch Krankheit und Tod in ein neues Leben.
Glauben wir ihm! Allen ­Lebenshungrigen ruft er am Anfang des neuen Jahres zu: „Wer zu mir kommt, den ­werde ich nicht abweisen.“ ­(Johannes 6,37). Dieser Bibelvers ist das kirchliche Leitwort 2022. Alle dürfen kommen, Arme und Reiche, ­Solide und „Soliederliche“ – ohne Parteibuch, ohne Impfpass, ohne Heiligenschein. Herzlich willkommen!

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill

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