6. November 2018
Vogtland

Ereignisse vor 100 Jahren auf dem Greizer Bahnhof nachgestellt

Aktion "Die Revolution rollt"

Diese revolutionären Ereignisse vor 100 wurden Jahren wurden heute mit einem Schauspieler und hunderten Komparsen auf dem Bahnhof in Greiz nachgestellt.

In einer Art Flashmob vermittelte die Aktion „Die Revolution rollt“ einen Eindruck, wie im November 1918 in Deutschland die Demokratie erkämpft wurde. Schauspieler Ronald Mernitz hielt als Kieler Matrose vor den „Arbeitern, Soldaten, Männern und Frauen aus Greiz“ eine flammende Rede, in der er für das Ende des 1. Weltkriegs, den Sturz des Kaisers und den Aufbau eines sozialistischen Deutschlands warb. Das erntete bei dem Volk – dargestellt von vielen Greizern, darunter Schüler des Gymnasiums, der Lessingschule und der berufsbildenden Schule – begeisterte Zustimmung. Am Ende der Rede rief der Matrose zum Sturm auf das Obere Schoß auf. 

Ob vor 100 Jahren tatsächlich ein Verterteter der aufständischen Matrosen in Greiz sprach, ist nicht verbürgt. Historische Tatsache ist allerdings der Marsch tausender Greizer auf das Obere Schloss, wo der Rücktritt des regierenden Fürsten gefordert wurde. Diese Ereignisse thematisiert die aktuelle Sonderschau „Die unblutige Revolution in Greiz“ im Unteren Schloss zu Greiz, zu deren Besuch Museumsleiter Rainer Koch die Komparsen herzlich einlud.

Hintergrund:
Die Aktion „Die Revolution rollt“  des Vereins Weimarer Republik e.V. stellt mit Unterstützung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, der Deutschen Bahn Station & Service AG und zahlreicher Partner vor Ort die Ereignisse vor 100 Jahren an 47 Bahnhöfen in ganz Deutschland nach.

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