18. Mai 2022
Vogtland

Kremserfahrten nach Waldhaus

Neues Angebot ein touristisches Highlight für Pferdefans in Greiz

Eine Kremserfahrt im Krümmetal nach Waldhaus. (Foto: Tourist_Information)

Wissen Sie, was ein Kremser ist? Richtig, ein geräumiger Planwagen mit bequemen Längsbänken, quasi eine Pferdekutsche für 10 bis 16 Personen. Dieser Kutschentyp wurde 1825 vom Berliner Fuhrunternehmer Simon Kremser erstmalig eingesetzt. Und bis heute hat sich dieser Pferdeomnibus bewährt. Häufig sehen wir Kremser zum Männertag oder als Highlight bei einer Kindergeburtstagsfeier.

Sicher ist, dass es nichts Schöneres gibt, als mit Freunden, Familie oder mit dem Verein gemütlich auf den Kremser zu sitzen und zu plaudern, während man die Natur und die Landschaft genießt. Und genau das dachten sich auch Hubert Jäschke und Detlef Rahnfeld von der Reittouristik Jäscke, um gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information interessante Angebote für alle Nostalgie- und Pferdefans zu kreieren. Die erste öffentliche Kremserfahrt fand an Palmsonntag diesen Jahres statt und kutschierte die Gäste nach Mohlsdorf zum Osterbrunnenfest. „Das kam richtig gut an“, so die Mitarbeiterinnen der Tourist-Info. Also überlegten sie sich, ob man die Kutschfahrten noch mehr in das touristische Angebot der Stadt Greiz einbauen könne. „Viele Greizer und auch die Gäste bedauern, dass es sonntags keine Busverbindung mehr nach Waldhaus gibt. Gerade dann, wenn das Mausoleum, die ehemalige fürstliche Ruhestätte, ihre Pforten öffnet, ist es für manch ältere Leute schwierig das Naherholungsgebiet mit all seinen Freizeitangeboten zu erreichen“, heißt es dazu.

Also besann man sich auf den Waldhausexpress. Ältere kennen ihn noch, den „Gemütlichen“, wie er damals genannt wurde. Dieser Kleinbus brachte zu DDR-Zeiten viele Jahre tausende Besucher nach Waldhaus. Und in einem Kremserwagen schwingt ja auch etwas Nostalgie mit.

„Wir freuen uns, dass wir hier ein besonderes Angebot für jede Altersgruppe haben, welches gleichzeitig von Nachhaltigkeit geprägt ist. Sanfte Riesen im sanften Tourismus, denn durch die geringe Lärmbelästigung werden Tiere im Naturschutzgebiet nicht gestört.“, so die Aussage der Veranstalter. Insgesamt sieben ausgewählte Touren können über die Tourist-Information Greiz oder das Unternehmen Reit- und Fahrtouristik Jäschke in Mohlsdorf gebucht werden.

Die Termine für die öffentlichen Fahrten stehen bereits fest. Nämlich immer dann, wenn das Mausoleum für seine Gäste öffnet – am 10. Juni, 10. Juli, 14. August, 11. September und 9. Oktober. Gestartet wird jeweils um 13.30 Uhr an der Alten Wache. Wie auch die fürstlichen Hoheiten zu längst vergangenen Zeiten fährt der Kremser durch das Krümmetal mit seinen drei Teichen, vorbei an den Feuchtwiesen und dem Forellenteich nach Waldhaus. Während sich die Pferde von ihrem Marsch erholen, haben die Kinder die Möglichkeit, Hirsch Heinrich kennenzulernen oder sich auf dem Abenteuerspielplatz auszutoben.

Tickets und Reservierungen sind über über die Tourist-Information möglich, Telefon 03661 703293. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags 10 bis 17 Uhr.

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