23. März 2022
Vogtland

Radwegeprojekt “Vogtlandroute” führt quer durchs Vogtland

Vertretern aus 13 Kommunen und Verbänden haben neues Routenpiktogramm ausgewählt

Vertreter der Kommunen und Verbände beim Treffen des Tourismusverbandes Vogtland. (Foto: TVV)

Im Landratsamt Vogtlandkreis in Plauen fand am Freitag ein kommunales Gipfeltreffen zum Radwegeprojekt “Vogtlandroute” statt. Der Einladung des Tourismusverbandes Vogtland e.V. folgten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der am geplanten Radweg anliegenden Kommunen und die beteiligten Tourismusverbände Erzgebirge und Rennsteig-Saaleland.

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Die Pläne zur Implementierung eines “Vogtlandtracks”, so der ehemalige Arbeitstitel, bestehen bereits seit 2016/17. In der Touristischen Radkonzeption Vogtland aus dem Jahr 2017 und der Radverkehrskonzeption des Vogtlandkreises (ebenfalls aus 2017) ist die geplante Ost-West-Verbindung bereits verankert. Der geplante Streckenverlauf der “Vogtlandroute” beginnt im Erzgebirge, in der Stadt Eibenstock, führt entlang der Talsperre Eibenstock nach Stützengrün und passiert anschließend die Landkreisgrenze zum Vogtlandkreis. Im weiteren Verlauf wird das Vogtland in Ost-West-Richtung durchquert, über Steinberg und Rodewisch bis nach Treuen, vorbei an der Talsperre Pöhl, durch die Stadt Plauen hindurch und weiter über Syrau und Mehltheuer nach Pausa. Im Bereich des Mühlenviertels wird an zwei Stellen auch der Landkreis Greiz durchquert, bevor der Radweg hinter Pausa den Vogtlandkreis verlässt und in den Saale-Orla-Kreis eintritt. Hier verläuft er durch die Stadt Schleiz weiter bis nach Saalburg-Ebersdorf am Thüringer Meer.

Landrätin Martina Schweinsburg als Vorsitzende des Tourismusverbandes Vogtland begrüßt das geplante Vorhaben: “Die “Vogtlandroute” stellt somit eine Radwegverbindung vom Erzgebirgskreis über den Vogtlandkreis und den Landkreis Greiz bis in den Saale-Orla-Kreis dar. Die Route schafft eine wichtige Verbindung zwischen Mulde-, Göltzschtal-, Elster- und Saaleradweg. Zudem bedeutet sie eine Aufwertung des vogtländischen Radwegenetzes, das gegenwärtig fast ausschließlich aus Nord-Süd-Verbindungen besteht. Mit der Schaffung der “Vogtlandroute” als neuer Ost-West-Verbindung ergeben sich neue Möglichkeiten der Routenplanung und Planung von Rundtouren im Radbereich. Somit stellt das Projekt nicht nur eine (rad)touristische Anbindung über Landkreisgrenzen hinweg dar, sondern bedeutet v.a. eine erhebliche Erleichterung des Alltagsradverkehrs zwischen den beteiligten Kommunen.”

Auch Rolf Keil, Landrat des Vogtlandkreises, befürwortet die Pläne der neuen Ost-West-Achse: “Der Radtourismus und die Nutzung des Fahrrads als nachhaltiges und klimafreundliches Verkehrsmittel im Alltag liegen stark im Trend. Laut ADFC Radreiseanalyse 2022 haben im Jahr 2021 rund vier Millionen Menschen eine Radreise unternommen. Das sind eine halbe Million mehr als im ersten Corona-Jahr 2020. Dieser Trend wird sich in den Folgejahren weiter fortsetzen. Die neue “Vogtlandroute” spielt dabei eine wichtige Rolle, um das Radnetz im Vogtland zukunftsweisend und länderübergreifend aufzustellen.”

Die meisten Streckenabschnitte der “Vogtlandroute” verlaufen auf bereits vorhandenen Radwegen. An einigen Stellen werden jedoch auch Baumaßnahmen nötig. So ist z.B. ein straßenbegleitender Radweg entlang der B169 zwischen Steinberg und Rodewisch ein großes Anliegen der betreffenden Kommunen.

Um das Projekt “Vogtlandroute” weiter voranzutreiben, wurde im Rahmen des Treffens ein Positionspapier unterzeichnet. Ziel ist die Aufnahme des Radweges ins SachsenNetz Rad und damit der Zugang zu Fördermitteln sowie die Erstbeschilderung durch den Freistaat Sachsen.

Alle beteiligten Landkreise, Kommunen und Tourismusverbände sind sich einig über die Bedeutung des Projektes und unterstützen das Vorhaben gemeinsam und in enger Kooperation.

 

 

Vertreter der Kommunen und Verbände beim Treffen des Tourismusverbandes Vogtland. (Foto: TVV)

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