Cialis & Viagra für Frauen - durchaus eine sinnvolle Option - meinanzeiger.de
5. April 2017
Weimar

Cialis & Viagra für Frauen – durchaus eine sinnvolle Option

Damit „ER“ seinen Mann steht, wird gerne zu einem Medikament gegriffen, das unter dem Namen „Viagra“ schon des Öfteren für Furore gesorgt hat. Nahezu unbekannt war aber, welche Wirkung dieses Medikament auf Frauen hat. Jetzt ist es „amtlich“ bewiesen, denn auch diese könnten vom Medikament Viagra profitieren. Eine in Auftrag gegebene Studie stellt den Beweis an, dass die in Viagra enthaltenen Substanzen auch positiv auf die weiblichen Genitalien wirken können…



Mehr Lustgewinn auch für die Frau mit Cialis



Viagra & Co. für Frauen war bislang ein Weg, der nicht beschritten wurde. Ein Weg, der jetzt eine Kehrtwendung vollzieht, denn wird einer jüngsten Studie Glauben geschenkt, so gibt es sehr wohl die Kombination Frau & Viagra. Ein Glücksfall, denn auch viele Frauen haben seit Jahren mit Problemen im Bett zu kämpfen. Was für Männer seit einem Jahrzehnt als selbstverständlich gilt, nämlich die sogenannten PD-5-Hemmer, entzog sich dem weiblichen Auge und Körper bislang.

Männer mit Erektionsproblemen greifen schon seit einigen Jahren auf Sildenafil, das sogenannte Viagra, Vardenafil, auch Levitra genannt, sowie Tadalafil, das auch als Cialis bezeichnet wird, zurück. Diese Wirkstoffe zeichnen verantwortlich dafür, dass sich die Durchblutung des Penis verbessert. Millionen von Männern haben diese „Hilfestellung“ dankend angenommen und profitieren davon. Frauen, die unter Lust- und Orgasmus-Störungen litten, gingen bis dato leer aus, denn es gab auf dem Markt kaum Arzneimittel, die sich dieses Problems annahmen.

Erst jetzt wurde publik, dass die Ursache weiblicher sexueller Dysfunktion oder der FSD (Female Sexual Dysfunction) in vielen Fällen ebenfalls auf eine Mangeldurchblutung der weiblichen Genitalien zurückzuführen ist. Damit geht diese sexuelle Dysfunktion konform mit den Erektionsstörungen eines Mannes.

Optimale Durchblutung von Vagina und Klitoris!



Endlich naht auch eine Lösung des weiblichen Problems in puncto sexueller Dysfunktion, denn die Wissenschaftler des renommierten Medical College of Georgia haben dieses schwerwiegende Problem erkannt, sich seiner angenommen und weitreichende Tests durchgeführt. Dabei bedienten sie sich zahlreicher Tierversuche, deren Aufgabenstellung es war, zu testen wie sich die PD-5-Hemmer auf die männlichen und weiblichen Genitalien auswirken. Der Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeit wurde dabei auf die Arteria pudenda interna gelegt. Als solche wird ein Blutgefäß bezeichnet, welches beim Mann für die Versorgung des Penis und beim weiblichen Pendant für Vagina und Klitoris verantwortlich ist.

In diesem Kontext stellte sich heraus, dass die drei Substanzen in erheblichen Maße diese Arterie entspannen können und es somit zu einer erhöhten Blutzufuhr in die Genitalien kommt. Diese tierischen Versuchsreihen basieren auf Testergebnissen, die mit männlichen und weiblichen Ratten durchgeführt wurden. Dabei stellte sich auch heraus, dass die weiblichen Ratten bereits auf eine sehr geringe Dosis des Wirkstoffes Sildenafil ansprachen. Männliche Ratten dagegen reagierten besser auf den Wirkstoff Vardenafil. Auch der Wirkstoff Cialis erwies sich als äußerst erfolgversprechend bei der Lösung der weiblichen Problematik, so dass davon ausgegangen werden kann, dass viele positive Synergieeffekte in nicht allzu langer Zeit zu verzeichnen sind.

Das Fazit, das Hoffnung macht!



Zusammenfassend wurde jüngst durch den Wissenschaftler Kyan J. Allahdadi erklärt, dass die PD-5-Hemmer sich durchaus sinnvoll in die Behandlung der FSD einbringen, sollte diese ihre Ursachen in einer Mangeldurchblutung haben. Allerdings betont der Forscher auch, dass dieses erst der Anfang sei, denn weitere Untersuchungen sind notwendig, um einen deutlichen Unterschied der Reaktion von Männern und Frauen auf diese Wirkstoffe herauszuarbeiten. Bislang war diese Art von Medikamenten Frauen nicht zugänglich.

Der Grund dafür lag einzig und allein in dem Fehlen von aussagekräftigen Studien. Dieses Blatt hat sich jetzt gewendet, so dass der Wissenschaftler Kyan J. Allahdadi besonders stolz darauf ist, die Ergebnisse seiner erfolgreichen Studie auf der 122. Jahrestagung der American Physiological Society, die am 18. April in New Orleans stattfindet, dem Fachpublikum vorzustellen.

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