30. August 2019
Weimar

Taschengeld für Kinder: Wie viel ist genug?

Die Höhe des Taschengeldes ist immer öfter ein Streitpunkt zwischen Eltern und deren Kindern. Dabei ist das Taschengeld ein sehr wichtiger Bestandteil in der Erziehung, denn so kann schon früh der Umgang mit Geld erlernt werden. Doch wie viel Taschengeld macht in welchem Alter Sinn?

Ab welchem Alter macht Taschengeld Sinn?

Taschengeld macht dann Sinn, wenn Kinder Alt genug sind um den Wert von Geld zu verstehen. Beispielsweise ab dem 6. Lebensjahr, wenn Kinder zur Schule gehen. Dabei reicht bereits 1 Euro pro Woche um das Kind langsam an das Geld heranzuführen. So lernt es früh den Wert von Geld kennen und hat somit bereits einen Vorteil im Erwachsen werden. Das Taschengeld sollte aber mit ansteigenden Lebensjahren bis hin zum 19. Lebensjahr kontinuierlich weiter erhöht werden, denn mit dem Alter kommen auch mehr notwendige Ausgaben hinzu, wo der Nachwuchs das Geld brauchen wird. Hier macht es dann Sinn, das Taschengeld in zwei Bereiche zu teilen.

Einmal das normale Taschengeld, das hauptsächlich für Konsumzwecke wie Süßigkeiten, Spielsachen oder ähnliches genutzt werden kann und das sogenannte Budgetgeld. Das Budgetgeld ist für notwendige Ausgaben vorgesehen, wie Kleidung, Schulsachen oder auch das neue Handy, das eventuell gebraucht wird sobald das Kind eine höhere Schule besucht und sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln befördern lassen muss.

Das Taschengeld in diese zwei Bereiche zu trennen ist sehr sinnvoll, denn dadurch lernt das Kind früh, dass das Geld nicht nur mit Spaß und Freizeit in Verbindung steht. Eltern sollten aber immer ein Auge darauf haben, dass das Kind das Budgetgeld nicht auch Spielwarenladen oder im Supermarkt für unnützes verkonsumiert.

Eigenes Konto für Kinder anlegen

Ein  guter Ansatz sein Kind früh in das Geschäftsleben zu integrieren, ist ein eigenes Girokonto für das Kind zu eröffnen (mehr Infos). Ein Girokonto kann dem eigenen Nachwuchs helfen, früh den Umgang mit Banken und Konten zu erlernen und bringt durchaus noch einige weitere Vorteile mit sich. Das Girokonto verlangt zur Eröffnung die Zustimmung beider Elternteile.

Desweiteren kann sich das Kind nicht verschulden, da ein Dispokredit bei Jugendlichen unter 18 Jahren prinzipiell nicht eingerichtet werden kann.

Taschengeldtabelle hilft bei der richtigen Höhe

Für Eltern, die sich fragen wie viel Taschengeld in welchem Kindesalter am besten geeignet ist, bietet die sogenannte Taschengeldtabelle eine Hilfestellung. 

Die vom Jugendamt erstellte und herausgegebene Taschengeldtabelle gibt Eltern von Kindern zwischen dem 4. bis zum 18. Lebensjahr einen Vorschlag, wie viel Geld das Kind im jeweiligen Lebensjahr entweder pro Woche bzw. pro Monat bekommen sollte (mehr Infos).

Desweiteren sind einige Tipps aufgeführt, wie das Kind im besten Fall an das Geld und deren Wert herangeführt werden sollte.

Nicht von anderen Eltern verunsichern lassen

Nicht selten haben Eltern was die Höhe des Taschengeldes angeht eine völlig unterschiedliche Meinung, was oftmals zu Streitigkeiten zwischen Kindern führen kann. Dennoch sollten Eltern weiter ihrer Linie treu bleiben und sich nicht davon abbringen lassen und im Zweifelsfall das Gespräch mit anderen Kindeseltern führen.

Oft macht es Sinn beispielsweise in einer Schulklasse eine einheitliche Taschengeldhöhe festzulegen um Streit zwischen den jungen Schülern zu verhindern.

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