21. Dezember 2019
Weimar

Unvollendete friedliche Revolution….

… das ist die Ursache für die Wahlschlappe der CDU bei der Landtagswahl in Thüringen und nicht ihr Spitzenkandidat Mike Mohring.

Bei der letzten Volkskammerwahl, am 18. März 1990, hatten sich 93,4 % von 12.426.192 Wahlberechtigten beteiligt. Die Mehrheit der Bürger*innen hatte sich für: „Nie wieder Sozialismus“, „Für Freiheit statt Sozialismus“ entschieden! Wahlsieger wurde das Wahlbündnis Allianz für Deutschland geführt durch die CDU und diese wurde die stärkste Partei und stellte den Ministerpräsidenten.

Aber „die Freiheit“ muss man sich auch leisten können. In Deutschland lange galt: „Wer sich anstrengt, wird mit Wohlstand belohnt“, leider sind die Zeiten vorbei.
Heiner Geißler (1930-2017) CDU: „Das Familienbild ist heute nicht mehr identisch mit dem der 50er Jahre, die Voraussetzungen haben sich verändert. Heute müssen beide Elternteile arbeiten, um die gemeinsame Existenz zu sichern.“

Dafür ist die Agenda 2010 – Politik verantwortlich mit den gesenkten Lohnnebenkosten, mit liberalisierter Zeitarbeit, den Minijobs, den Privatrenten und dem Herzstück der Reform, Hartz IV ! Viele Bürger*innen bringen ihren Unmut über diese Entwicklung zum Ausdruck, indem sie die AfD wählen oder nicht zur Wahl gehen.

Die Thüringer CDU hat jetzt die Chance, eine Minderheitsregierung unter Bodo Ramelow zu tolerieren und den Anspruch von Einheitskanzler Helmut Kohl umzusetzen, der am 1. Juli 1990 in der Fernsehansprache sagte: „Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt“.

Auch interessant