3. Mai 2021
Weimar

Weimarer Professor mit Verdienstorden geehrt

Professor Klaus Nerlich (l.) mit dem Verdienstorden, den ihm Bodo Ramelow übergeben hat. (Foto: Jacob Schröter)

Professor Klaus Nerlich aus Weimar wurde heute mit dem Verdienstorden des Freistaats Thüringen geehrt.  

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es keine feierliche Veranstaltung zur Überreichung des Ordens. Ministerpräsident Bodo Ramelow besuchte Klaus Nerlich zu Hause und überreichte ihm dort den Orden.

In der Laudatio auf den Ausgezeichneten heißt es unter anderem:

Professor Klaus Nerlich aus Weimar wird mit dem Thüringer Verdienstorden für sein außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement für die Kultur in Thüringen und seinen Beitrag zu dessen lebendiger Kunstlandschaft ausgezeichnet.

Der gebürtige Erfurter Prof. Klaus Nerlich führt nicht nur ein erfolgreiches Berufsleben in der künstlerischen Lehre, sondern auch ein sehr vielseitiges und erfolgreiches Leben als nebenberuflicher Künstler. Dabei zeichnet Prof. Nerlich ein sowohl beeindruckendes als auch facettenreiches künstlerisches Schaffen als Grafiker, Maler und Fotograf aus, das ihm eine weltweite Reputation und Resonanz eingebracht hat.

Doch Prof. Klaus Nerlich ist bei weitem nicht nur Lehrer und Künstler. Selbst, bis Sommer 2020 fest angestellt und nun im wohlverdienten Ruhestand, geht es ihm vor allen Dingen darum, sich für seine freiberuflichen Künstlerkolleginnen und Kollegen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene einzusetzen.

Nerlich ist seit 1985 Mitglied im Verband Bildender Künstler in der DDR und legte in der Zeit der Wiedervereinigung sein Gewicht für zukunftsfähige Strukturen und gute gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die bildende Kunst in Thüringen in die Waagschale. Seit dessen Gründung im Oktober 1990 gehört er dem Verband Bildender Künstler Thüringen (VBKTh) an und ist seit 2002 dessen Sprecher. Die Rückkehr des Thüringer Landesverbandes in den Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) im Jahr 2011 ist maßgeblich ihm zu verdanken. Nerlichs Wahl im Jahr 2017 in den Vorstand des BBK bezeugt diesen Einsatz.

Ministerpräsident Bodo Ramelow: „Gemäß seinem Credo: ‚Künstler müssen nicht reich werden, aber sie müssen von ihrer Kunst leben können‘, setzt sich Prof. Nerlich fortwährend seines haupt- und ehrenamtlichen Lebens für die Belange und Interessen der Thüringer Künstlerinnen und Künstler ein. Dass dieses Engagement mehr denn je notwendig ist, führt uns gerade die Corona-Pandemie in aller Deutlichkeit vor Augen. Ich bedanke mich ausdrücklich für diesen Einsatz und bin beeindruckt von seiner Kreativität und Diskussionsfreude.“

 

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