Wie kann man Darmkrebs vorbeugen? - meinanzeiger.de
27. März 2019
Weimar

Wie kann man Darmkrebs vorbeugen?

Gesundheitstipp

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. 95 Prozent der bösartigen Neubildungen entstehen am Dickdarm und Mastdarm. In Deutschland erkranken jährlich ca. 73.000 Menschen an Darmkrebs. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) ist diese Krebserkrankung die zweithäufigste Todesursache.

Darmtumore wachsen langsam
Dr. med. Sentayehu Assefa, Chefarzt der Inneren Medizin, der Helios Klinik Blankenhain erklärt: „Das kolorektale Karzinom kann häufig erst im fortgeschrittenen Stadium (III und IV) diagnostiziert werden, da man keine charakteristischen Symptome festlegen kann. Die Betroffenen klagen oft über veränderte Stuhlgewohnheiten, Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit oder allgemeine Leistungsminderung.

Darmkrebs betrifft die ganze Familie
Das Thema Darmkrebs betrifft die ganze Familie, denn wenn dieser bösartige Tumor schon einmal bei einem Familienmitglied vorgekommen ist, dann ist das Darmkrebsrisiko bei den Blutsverwandten umso höher. Auch hier kann Früherkennung Leben retten. Erkundigen Sie sich in Ihrer Familie und erforschen Sie Ihre Familiengeschichte. Ein Darmkrebsfall in Ihrer Familie bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Sie auch an Darmkrebs erkranken werden.

Eine Möglichkeit zur Vorbeugung von insbesondere Dickdarmkrebs ist die Vorsorgekoloskopie (Darmspiegelung).
Karzinome entwickeln sich meist aus Wucherungen, die sich in der Schleimhaut des Dickdarms bilden, die sogenannten Polypen. Nicht alle Polypen entwickeln sich gleich zu einem Krebs, oft dauert es viele Jahre. Die Darmspiegelung ist eine Möglichkeit zur Vorbeugung, bei der Polypen entfernt werden können.
Dr. med. Sentayehu Assefa untersucht dabei den Dickdarm mit Hilfe eines sogenannten Endoskops. Ein schlauchartiges Instrument, welches bei der Untersuchung über den After eingeführt wird.

Falls Polypen vorhanden sind, können diese meist während der Untersuchung entfernt werden und so kann die Entstehung eines Kolonkarzinoms reduziert werden. Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten, trotzdem sollte man sich 2 – 3 Tage Zeit nehmen, weil der Darm vorher mittels einer Abführlösung gereinigt und ausgespült werden muss. Nach der Behandlung sollte man sich etwas Ruhe gönnen. Die Endoskopie wird meist unter medikamentöser Sedierung durchgeführt, so dass etwaige Schmerzen minimiert oder ganz ausgeschaltet werden können.




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