Großformate im Foyer - meinanzeiger.de
14. August 2019
Zeulenroda-Triebes

Großformate im Foyer

Urbane Kunst zieht im Neuberinhaus ein

Die Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raumes ist Thema der Ausstellung „in progress“ des Fördervereins Kunsthalle Vogtland, die am kommenden Freitag eröffnet wird. Gezeigt werden Fotografien des aus Gera stammenden Fotografen Gino Dambrowski.

Über Monate begleitete er dafür Graffitisprayer bei ihren meist nächtlichen Streifzügen. Entstanden sind atmosphärische Aufnahmen, die den Augenblick kurz vor oder während des Entstehungsprozesses von Kunst im urbanen Raum zeigen.

„In seinen Werken stellt er immer wieder Menschen in den Mittelpunkt, die alles oder etwas verloren haben und sich deshalb nicht mehr inszenieren oder hinter etwas verstecken müssen. Ihre Selbstdarstellung ist subtiler. Es geht nicht um Wahrheit, sondern Wahrhaftigkeit.“ so beschreibt Frank Lorenz, künstlerischer Leiter, die Werke Dambrowski. Die Bilder, entweder expressiv oder super weich, keinesfalls dokumentarisch, rufen Gefühle hervor und übertragen diese Emotionen unmittelbar an ihre Rezipienten. Das Gezeigte ist wenig konkret. Durch Bewegungsunschärfe, Gegenlicht und ungewöhnliche Bildausschnitte erreicht der Künstler eine Dynamik, die jedoch nie unruhig oder gehetzt wirkt. Dabei werden zur Schau neben den klassischen Bildformaten auch Großformatige Fotografien zum Einsatz kommen.

„Im Hauptraum des Foyers zeigen wir diesmal eigentlich nur drei Werke“, sagt Severin Zähringer, Vorsitzender des Vereins. Aber diese Werke haben es in sich, das Größte nimmt eine Fläche von 6 mal 2,5 Metern ein und füllt damit den Raum einmal ganz anders. „Wir wollten mit dieser Ausstellung eine Ergänzung und Erweiterung zur ibug schaffen“, erklärt Zähringer weiter.

Zur Vernissage am 16. August um 19 Uhr wird der Vorsitzende des Vereins kurz ins Thema einführen. Thomas Dietze, Projektleiter der ibug, wird danach das Thema Urbane Kunst und Industriebrachenumgestaltung beleuchten. Auch die Musik wurde passend zur Street-Art gewählt. Mit „Das Ding ausm Sumpf“ kommt ein HipHopper zurück nach Reichenbach, welcher schon zur kleinen Gartenschau das Publikum in seinen Bann gezogen hat. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenfrei.

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