Moosmann in Bernsgrün zu Gast - Freude über Zuschuss aus Ehrenamtsstiftung - meinanzeiger.de
6. Dezember 2018
Zeulenroda-Triebes

Moosmann in Bernsgrün zu Gast – Freude über Zuschuss aus Ehrenamtsstiftung

Zu ihrer diesjährigen Weihnachtsfeier hatten sich die Bernsgrüner Landfrauen mit Gert Schäfer einen Moosmanngeschichtenerzähler aus Plauen eingeladen. Dieser hatte alle Geschichten vom Moosmann gelesen, kannte sich bestens mit dessen Leben aus und brachte es den gespannten Frauen rüber.
Schäfer erzählte vom Weihnachtslicht tragenden Moosmann, der selber Notleidend war, aber guten Menschen half. Sein Feind war der „Wilde Jäger“. Vor ihm waren er und sein Moosweibl nur sicher, wenn die Holzhauer unter den Baumstöcken, wo der Moosmann lebte, drei Kreuze geschlagen hatten. Der Moosmann half den Armen und belohnte sie für gute Taten mit drei Handvoll Laub, das sich in Gold verwandelte.
„Moosmänner sind nicht nur im Vogtland weit verbreitet. Es gibt sie auch in Bayern und Thüringen. Aber der Thüringer mit Zylinder ist eitel“, berichtet Schäfer. Nachdem er seine Moosmannphantasiegeschichte vorgetragen hatte, folgte die Moosmann-Sage vom „Schwarzen Stein“. „Dieser versteinerte Mönch steht noch zwischen Falkenstein und Grünbach“, weiß Schäfer. Auch ein Gedicht vom Moosmann gab er zum Besten.
Nach dem Erzähler vom Moosmann sangen sich die Frauen mit vielen bekannten Winter- und Weihnachtsliedern kräftig in die Advents- und Weihnachtszeit ein.
Landfrau Helga Kühnel brachte mit ihrer Weihnachtsgeschichte mit Knalleffekt alle zum Lachen, und Gabriele Wetzel berichtete die wahre Geschichte vom vermissten, angeschossenen Bernsgrüner Kater Rudi, der wieder glücklich zu Hause ist.
Mit großer Freude und Dankbarkeit nahmen die Landfrauen auch einen über die Stadtverwaltung Zeulenroda-Triebes ausgegebenen Zuschuss der Ehrenamtsstiftung entgegen.

Foto: Gert Schäfer hatte auch einen Gefährten, den kleinen Moosmann, sowie Quittensaft zum Verkosten zu den Landfrauen mitgebracht.

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