Nächster Spitzenkampf in Greiz - meinanzeiger.de
5. Dezember 2019
Zeulenroda-Triebes

Nächster Spitzenkampf in Greiz

DRB-Bundesliga

Nach dem Auswärtssieg in Lichtenfels empfängt der RSV Rotation Greiz zum nächsten Heimkampf am 7. Dezember den SV Siegfried Hallbergmoos, der beim ASV Schorndorf eine Auswärtsniederlage kassierte. 

Von Erhard Schmelzer

Am ersten Dezemberwochenende fallen wichtige Entscheidungen in der Ringer-Bundesliga. Und die Greizer sind mittendrin. Am Sonnabend und am Sonntag finden jeweils vollständige Kampfrunden statt. Die Greizer empfangen am Sonnabend, 7. Dezember, ab 19.30 Uhr in der Sporthalle An der Eisbahn den SV Siegfried Hallbergmoos, am Sonntag müssen sie bereits um 15 Uhr beim ärgsten Verfolger in Schorndorf antreten. Wenig Zeit zum Ausruhen, der Bus startet bereits um 8 Uhr morgens Richtung Württemberg.

Der RSV Rotation Greiz hat bisher eine tolle Saison hingelegt. Hinter dem deutschen Meister Burghausen und Vizemeister Heilbronn belegen die Greizer einen hervorragenden dritten Platz in der Staffel Südost. Im Vorjahr lagen die Greizer nach der Vorrunde, allerdings in einer wesentlich schwächeren Staffel, zwar auch auf Platz drei, die Rückrunden-Aufstellung wies aber nicht die gleiche Qualität auf, wie dies noch in der Vorrunde der Fall war.

Das dürfte sich in diesem Jahr etwas anders entwickeln. Zum Auftakt der Rückrunde wurde in Aue gewonnen und beim letzten Heimkampf wäre beinahe sogar der deutsche Vizemeister Red Devils Heilbronn unter die Räder gekommen, der sich am Ende glücklich schätzen konnte in Greiz noch 19:17 gewonnen zu haben.

Bei allen Heimkämpfen des RSV Rotation Greiz konnte der rührige Verein aus dem Thüringer Vogtland, der seinen Besuchern optimale Unterhaltungs- und Verpflegungsmöglichkeiten bietet, deutschlandweiten Rekordbesuch verzeichnen. Auch gegen die Bayern werden wieder mehr als 900 Zuschauer erwartet.

Hallbergmoos ist in alter Rivale

Hallbergmoos und Greiz gehörten zu den Vereinen, die nach der Grenzöffnung als erste den deutsch-deutschen Sportverkehr wieder aufnahmen. Nach Kämpfen in Nürnberg und Dortmund empfing der Greizer Ringerverein im Sommer 1990 die Hallbergmooser zum Freundschaftskampf in der Jahnturnhalle. In Erinnerung geblieben sein dürfte den Greizer Ringkampffans die Mannschaftskampfsaison 2001/2002, in der sich der RSV Rotation Greiz für die Endrunde um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft qualifizierte. Im Viertelfinale in der Sportschule Kurt-Rödel wurde vor einem fantastischen Publikum Hallbergmoos mit 16,5:12 bezwungen. In einem genauso spannenden Rückkampf stellte im letzten Kampf Viktor Peikov mit seinem Sieg trotz der 10:12 Mannschaftsniederlage den Einzug ins Halbfinale sicher.

Tino Hempel, damals in Doppelfunktion als Trainer und Wettkämpfer dabei, betreut heute wieder die Mannschaft. Und er hat sich viel vorgenommen: „Im Vorjahr mussten wir zwei Niederlagen gegen Hallbergmoos einstecken. Dazu verletzte sich Vladimir Gotisan im Auswärtskampf. In diesem Jahr wäre ein Sieg im Hallbergmoos möglich gewesen. Ich glaube, die Hallbergmooser konnten mit dem 16:16 sehr zufrieden sein. Jetzt wollen wir unseren Spitzenplatz festigen und mit Hilfe unseres treuen Publikums wieder einen phantastischen Kampfabend gestalten.“

Die Gäste werden auch in Greiz mit einer starken Mannschaft erwartet. Im leichtesten Limit dürfte der Norweger Anders Rönningen (57 kg/g) kämpfen, der trotz seiner schon 33 Jahre noch immer die bei internationalen Meisterschaften ausgeschriebenen 55 kg-Klasse schafft. Bei der diesjährigen EM wurde er hier Fünfter. Der litauische Auswahlringer Justas Petravicius dürfte aufrücken und nun in der Gewichtsklasse 66 kg antreten, sein Landsmann Vilius Laurinaitis in der 98 kg-Klasse kämpfen. In der 86 kg-Klasse könnte es zum ewig jungen Duell zwischen dem Deutschen Meister aus Greiz, Martin Obst, und dem diesjährigen Bronzemedaillengewinner Andreas Walter kommen. Auch die Paarung Daniel Sartakov gegen Hallbermooser Vizemeister Ergün Aydin kann man erwarten, die den Mannschaftskampf final entscheiden kann.

Einen Vorkampf in Greiz gibt es an diesem Tag leider nicht. Die Ringkampffans des RSV haben allerdings die Möglichkeit, am Sonnabend bereits ab 16  Uhr den Auswärtskampf ihrer zweiten Mannschaft in Werdau mitzuerleben und dann trotzdem noch dem Bundesligavergleich in Greiz beizuwohnen.

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