Vernissage in Abwesenheit des Künstlers - meinanzeiger.de
9. Februar 2018
Zeulenroda-Triebes

Vernissage in Abwesenheit des Künstlers

Armin-Mueller-Stahl stellt im Neuberinhaus aus

Ein Austellungsbesucher vor dem Selbstbildnis Mueller-Stahls "Da steh ich nun

Ein Austellungsbesucher vor dem Selbstbildnis Mueller-Stahls "Da steh ich nun

Der Förderverein Kunsthalle Vogtland präsentiert seit dem 8. Februar im Neuberinhaus Reichenbach die Ausstellung „Menschheitszirkus“ mit Werken von Armin Mueller-Stahl.

Dass Mueller-Stahl zu den international bedeutendsten deutschen Schauspielern zählt, steht außer Frage. Er war in zahlreichen Hollywood-Prduktionen zu sehen – von „Projekt: Peacemaker“ über „Akte X – Der Film“ bis hin zu „Illuminati“. Ein Weltstar also. Ob das der Grund war, dass er nicht ins beschauliche Vogtland kam, um seiner Ausstellungseröffnung beizuwohnen, sei einmal dahin gestellt. Zumindest ließ er über den Vorsitzenden des Fördervereins, Severin Zähringer, den zahlreichen Vernissage-Besuchern herzliche Grüße übermitteln und das Versprechen, im Laufe der Ausstellung doch noch persönlich einmal nach Reichenbach zu kommen.

Dass Mueller-Stahl ein universeller Künstler ist, steht ebenfalls außer Frage. Er ist ein erfolgreicher Jazzmusiker sowie Autor und seit einigen Jahren in der Kunstszene eine feste Größe. Dabei hat der 1930 in Tilsit Geborene Zeit seine Lebens gemalt – erste Bilder wie „Die Skatrunde“ entstanden, bevor er in „Heimliche Ehen“ 1956 seine erste Spielfilmrolle hatte. Gegenstand seiner Bilder sind immer wieder die Menschen. Und so finden Besucher der Ausstellung „Menschheitszirkus“ Politiker, Komponisten, Schauspieler, Musiker, Dichter, Philosophen, Künstler und Romanfiguren. Dabei reichen die Darstellungen von Bach und Brahms über Willy Brandt und Che Guevara bis hin zu David Bowie und Harry Potter.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Mai 2018 im Foyer des Neuberinhauses zu sehen. Sie wird allerdings Anfang Mai wegen des Artrock-Festivals für drei Wochen unterbrochen.

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